Winter Mantel Sew Along 2016 – Inspiration

Heute beginnt im MeMadeMittwoch-Blog der Wintermantel Sew Along!

Meine Inspiration ist eigentlich schon fast ein fester Plan … seit ich im letzten Winter eher zufällig ein Cape mit Gürtel und Kapuze für einen Chorauftritt leihen und tragen durfte, schlägt mein Herz höher bei dem Gedanken selber so ein Cape zu besitzen.

Capes sind wunderbar vintagig und erinnern immer ein bisschen an Rotkäppchen. Gerade im Winter kommt mir so ein Hauch von Märchen gerade recht. Die Inspirationen und Bauanleitungen, die man im Netz für Capes finden kann, sind quasi endlos …


Ich habe in meinem pinterest board vor allem freie Anleitungen gesammelt. Wer weniger experimentell unterwegs ist, findet aber durchaus auch komplette Schnitte bei den großen & kleinen Schnittmusterproduzenten.

Besonders angetan hat es mir die süße Anleitung für das Fairy Tale Cape von thisblogisnotforyou.com, weil es so entzückend illustriert ist … wer hier schon länger mitliest, weiß, damit kriegt man mich immer rum! 🙂 … und bereits eine doppelte Knopfleiste besitzt.


Die mehr-als-polange Variante soll es werden, nebst Kapuze, so wie hier, kleinem Stehkragen und Gürtel zum Taillieren. Das sind Detail, die ich bis zum nächsten Termin selber dazu konstruieren werde.

Was sonst so geplant wird beim Wintermantel-Sew-Along, seht ihr bei den anderen Teilnehmerinnen. Ich bin schon sehr gespannt! Viel Spaß beim Stöbern und gemeinsamen Nähen, eure Zuzsa

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MeMadeMittwoch mit Alpakajacke

Hallo ihr Lieben, nach vier wundervollen Wochen Urlaub auf dem Rad, voller Herumstrolchen durch Wald, Wiesen und weite Flur melde ich mich mit dem MeMadeMittwoch im Blog zurück.

Ich vermisse das Zugvogelleben jetzt schon! 😊, habe aber trotzdem unterwegs auch an euch gedacht und ein paar hübsche Fotos meiner neuesten Werke knipsen lassen. Danke an dieser Stelle an den Liebsten und Photographen!)

Entstanden sind die Bilder an einem lauen Sommerabend in Penkun, in einer Schlosskulisse von 1614, (so die Toreinfahrt), die direkt aus einem DDR-Märchenfilm entsprungen sein könnte.

Das Schloß beherbergt heute ein Museum. Abends gehört das Gebiet aber augenscheinlich mehr den Jugendlichen des nahegelegenen Jugendclubs, die Gewölbe und dunkle Ecken zum heimlichen Rauchen nutzen oder mit dem klischeemässig laut knatternden Motorrad vorfahren. Jaja, diese Jugend!😉

Das Jaeckchen ist im Frühjahr entstanden und wurde von mir nach eigener Anleitung aus Alpaka-Wolle von fair alpaka gestrickt. Die schöne Wollen kam in glatt rechtem Gestrick am besten zur Geltung, fand ich, deshalb ist es auch bis auf eine simple Raglanverzierung ganz schlicht gehalten.

In der rechten Seite gibt es eine Art größeres Knopfloch, durch das ich den Bindegürtel des linken Teils ziehen und dann im Rücken knoten kann.

Die 3/4 Ärmel sind mittlerweile so etwas wie mein Markenzeichen geworden, allerdings sind sie bei diesem Jaeckchen eher unplanmässig entstanden, weil mir die Wollen ausging und fair Alpaka ankündigte, die Qualität Sport nicht weiter zu produzieren. Da ich dazu neige, lange Ärmel eh immer hochzukrempeln, stört mich das allerdings überhaupt nicht. Der Rock ist natürlich auch memade, und mittlerweile ein alter Bekannter in diesem Blog.

Ich freue mich auf jeden Fall wieder beim MMM dabeizusein und husche gleich mal rueber zu euren Kreationen. Heute hat monikate ihren letzten Tag im MMM-Team,  deshalb an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Hallo und Danke an alle, die dieses Event so unermüdlich für uns organiseren und organisert haben! Mit liebsten Grüßen, eure Zuzsa

 

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Aller Anfang ist schwer … (nebst Lieblings-Tutorials)

Aller Anfang ist schwer zumindest beim Stricken in Runden! Kennt ihr den Moment, wenn in der Strickanleitung dieser kleine harmlose Satz auftaucht „die angeschlagenen Maschen zur Runde fügen, die Maschen dabei nicht verdrehen“ und es euch kalt den Rücken runter läuft? Denn was sich so einfach anhört, ist bei 209 angeschlagenen Maschen auf einer ziemlich langen und quirligen Rundstricknadel manchmal ein echter Nerventest.

Wie oft verdrehen sich die fitzeligen Maschen und man endet ungewollt mit einem Möbiusband? Antwort: Gestern! Bei mir 3 Mal! Argh!

Dabei weiß ich es eigentlich besser und verrate euch heute meine 3 nervensparenden Lieblingstricks zum Thema „Maschenanschlagen & zur Runde fügen“!

Number #1

Zum Thema Maschen anschlagen ist mir erst vor kurzem ein wirklich genialer Rat über den Weg gelaufen.

Um zu vermeiden, dass einem der Faden beim Anschlagen nach 310 Maschen ausgeht, obwohl man doch eigentlich 350 Maschen anschlagen wollte und man wieder von vorne anfängt, schlägt man statt mit einem mit zwei Knäulen an! Beide Knäule werden am Anfang mit einer einfachen Schlaufe miteinander verbunden und über die Nadeln geschoben, mit der ihr anschlagt. Dann nehmt ihr die Fäden wie gewohnt zum Anschlagen auf. Die Fadenseite, die sich normalerweise aus eurem Restfaden speist, und die gerne schneller alle wird als euch lieb ist, wird nun aus einem 2ten Knäuel gespeist. Problem gelöst! Genial, oder? Die Schlaufe schiebt ihr am Ende dann einfach wieder von der Nadel. Alle Details findet ihr bei cocoknits

No More Estimating Tail Length for a Long Tail CO

Number #2

Wie füge ich angeschlagene Maschen zur Runde, ohne dass sich das Strickstück in sich verdreht? Ich bin verweifelt über dieser Aufgabe bis ich über folgenden Trick gestolpert bin: statt die angeschlagenen Maschen sofort in Runde zu stricken, stricke ich sie jetzt 3 bis 4 Reihen lang offen. Wenn euer Strickstück einen Zentimeter dick ist, ist es viel einfacher zu beurteilen, ob sich eine Drehung eingeschlichen hat. Der kleine Schlitz, der sich so am Anfang eines Bündchens ergibt, lässt sich später ohne großes Federlesen zunähen.

Number #3

Mein letzter Tip bezieht sich darauf, wie ihr vermeidet, dass sich am Anfang eurer Runde eine unschöne „Leiter“ bildet, wenn ihr sie zur Runde fügt. ihr wisst schon, diese Stelle wo der Faden immer nachgibt, egal wieviel Mühe ihr euch gebt und wie fest ihr den Faden zieht. Auch hier gibt es einen einfachen, aber effektiven Trick: Leitern lassen sich vermeiden, indem ihr beim Rundenfügen die erste und letzte Masche eures Strickstücks vertauscht!

Äh, wie bitte?

Die erste Masche eurer neuen Runde ist meistens schön fest und lässt sich ohne sich selbst aufzulösen von der Nadel nehmen.

Dann fügt ihr euer Strickstück zur Runde und schiebt die letzte gestrickte Masche, die mit eurem Arbeitsfaden auf die linke Nadel.

Mit der rechten Nadel nehmt ihr dagegen die erste Masche, die die gerade besorgniserregend frei im Raum herumhängt, wieder auf.

Die Maschen haben so ihre Plätze getauscht und wenn ihr jetzt eure Runde strickt, kann sich der Arbeitsfaden nicht mehr ziehen und es entsteht keine unschöne Leiter am Rundenanfang.

Ich hoffe diese Tricks machen euch genausoviel Freude wie mir und helfen euch dabei, Stricken zu einem wirklich entspannten Ereignis werden zu lassen. 😉

Mit lieben Grüßen, eure Zuzsa

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Anna #3 und ein kleines bisschen Pflanzenkunde

Angekündigt hatte ich es ja schon, da können wir es auch gleich über die Bühne bringen … Zuzsastyle proudly presents Anna #3!

Zur Abwechslung erfreue ich euch und mich einmal mit Außenfotos. Das wollte ich schon lange Mal angehen, fühle mich aber an den meisten Tagen zu schüchtern oder zu ermattet für ein Fotoshooting im Grünen. Mein Haus und Hofphotograph hat die Aufgabe jedoch wie gewohnt mit Bravour gemeistert. Merci für, mein Schatz!

Der Vintage Viskose, den ich diesmal verwendet habe, ist ein Stoff mit Eigenleben und deshalb nicht meine Lieblings-Anna. Er fällt großartig im Rockteil, neigt aber im Oberteil zur Faltenbildung. Er ist  zudem zwar nicht wirklich unangenehm auf der Haut, hat aber so eine merkwürdige Festigkeit und Widerstrebsamkeit, die ein braver Stoff einfach nicht haben sollte. Vorteil war allerdings, dass ich den Reißverschluß diesmal komplett weglassen konnte. Ich schlüpfe bequem über Kopf in das Kleid.

Die Weberkarde, die ihr übrigens hellila aus dem Grün herausschimmern seht, ist übrigens eins unserer „Babys“, die wir in den letzten Jahren heimlich im Park ausgewildert haben. Mittlerweile sind die „Kleinen“ einen halben Kopf größer als ich. Die Karde (Dipsacus silvestris) ist eine einheimische Pflanze, aber zumindest hier im Norden so ziemlich aus Feld und Flur verschwundene Pflanze, und ihre Blüten sind ein Festmahl für Hummeln und Bienen, (die sich zum Glück auch überhaupt nicht davon stören ließen, dass ich gestern um ihr Nektarbuffet herumturnte). Und … eine nette Nebeninformation für einen Näh- und Strickblog … die getrockneten Blütenköpfe wurden früher zum Kardieren von Schafswolle und zum Aufrauen von Wollstoffen verwendet. Wenn ich dran denke, zeige ich sie euch demnächst nochmal von nahem.

Schnitt: Anna von By Hand London

Stoff: Vintage Viskose

Strickjacke: Merinowolle, nach eigenem Design

Bis demnächst, eure Zuzsa

 

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MeMadeMittwoch mit Anna Nr.2

Ich hoffe ihr langweilt euch nicht, wenn ich euch heute gleich wieder eine Anna präsentiere …

Der Schnitt ist so wunderbar schnell genäht, dass er geradezu zum Reihenähen einlädt, vor allem wenn insgesamt gerade wenig Zeit zum Nähen übrig bleibt. Womit ihr gleich vorgewarnt seid, denn eine Nr. 3 habe ich gerade noch unter der Nadel. 😉

Diesmal habe ich einen auberginebraunen Baumwollstoff mit weißen Quadraten ausgegraben, der ein sommerlich luftiges Kleid geworden ist, das ich bestimmt ganz oft tragen werde.

Schnitt: Anna / By Hand London

Stoff: Vintage

Änderungen: Wie beim letzten Mal ist der Rock nicht original, sondern ein Tellerrock und auch das Oberteil habe ich ein wenig für mich abgeändert und die Abnäher gut 2 cm nach oben verlängert. Ganz perfekt sitzt es noch nicht, aber es ist auf einem guten Weg und das Oberteil rutscht nicht mehr so nach hinten wie bei Anna #1.

Jetzt schaue ich noch schnell beimvorletzten MeMadeMittwoch vor der Sommerpause vorbei und bestaune die Kreationen der anderen Ladys …

Liebe Grüße, eure Zuzsa

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