MeMadeMittwoch kleinkariert

Ihr Lieben, schön dass ihr beim MeMadMittwoch vorbeischaut …

… ich habe mich diese Woche einfach selber kopiert und das Karokleid nocheinmal in Grün genäht.

Zur Erinnerung … der Schnitt ist eine Mischung aus McCalls 6696 und einem Halbtellerrock aus den frühen 80er Jahren mit selbstkonstruierten Ärmelchen.

Der Stoff ist ein leichter, frühlingskompatibler Wollstoff und wenn man ersteinmal begriffen hat, dass es beim Nähen von kleinen Karos nicht darauf ankommt, dass die Naht gerade ist, sondern dass sie gerade aussieht, ist es auch eine Große Freude selbigen zu vernähen. Man muss nur immer brav auf einer Karolinie entlangnähen und alles sieht sauber und ordentlich aus. Der Stoff ist übrigens das grüne Geschwisterkind von dem roten Karostoff, den ich letztes Jahr vernäht (und verflucht) habe.

Wie man hier (trotz professionellem Schulterblick) hevorblitzen sieht, habe ich das Kleid nicht gefüttert, sondern trage es mit Unterkleid. Das spart jede Menge Nähzeit und Friemeleien mit dem Futter.

Blöderweise ist mir beim Fotoshoot meine Kamera kaputt gegangen. Der Auslösemechanismus blockiert und keine der technischen Spielereien bringt sie wieder zum Laufen … verdammter Mist! Zurück also zu den Zeiten der etwas unscharfen Bilder und des Spurtes zur Kamera, um den Selbstauslöser zu drücken und wieder zurück. Ich hatte mich schon so an entspanntes Fotografieren gewöhnt.

Aber genug der Jammerei, wenn ihr mehr selbstgenähte Kleidung bewundern wollt, schaut heute beim MeMadeMittwochBlog vorbei. Ich bin da auch gleich unterwegs …

Liebe Grüße, Zuzsa

 

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Im schrägen Fadenverlauf

Was macht die kluge Frau, wenn sie kein Jersey vernähen möchte, aber trotzdem hübsche Hemdchen haben will? Im schrägen Fadenlauf zuschneiden.

Ich suche ja schon eine halbe Ewigkeit nach einem einfachen und gut sitzenden Schnitt für kleine, T-Shirt ähnliche Hemdchen aus Webstoffen. Mein letztjähriger Versuch gefiel mir zwar sehr gut, war mir aber irgendwie nicht lässig genug. Die Trägerhemdchen sind super, wenn man gut angezogen aussehen will, aber manchmal zu overdressed, um sie sorgenfrei unter alle möglichen Strickjacken geschweige denn Blusen zu ziehen.

Zufällig fiel mir dann letztens auf, dass McCalls 6696 (oben im Bild), der Schnitt, der zumindest in Teilen Pate für mein Karokleid stand, einen Schnitt für ein Unterkleid mitliefert. Den habe ich gestern 20 cm unterhalb der Taillie gekürzt und ein erstes Probehemdchen aus einem sehr weich gewebten 50er Jahre Baumwollstoff, ein Kofferfund, genäht.

Und ja, es ist Rosa! Eine ganz neue Farbe in meinem Kleiderschrank. Ich habe beschlossen, den Hinweis Rothaarige sollten besser kein Rosa tragen für eine Weile nicht zu beherzigen. Zum einen bin ich ja eher rotblond, oder was die Amerikaner strawberry blond nennen, und zum anderen ist Rosa ja irgendwie auch nur eine Art blasses Rot, oder? Und Rot trage ich sehr gerne. Davon übrigens wurde Rothaarigen in den 50ern auch dringend abgeraten ;)

Aber zurück zum Thema: Das Gute ist, das Hemdchen hat nur ganze zwei Nähte. Einfacher gehts nicht, oder? Der Rest ist Binding, das einzig zeitraubende an dem ganzen Teil, und inklusive Zuschnitt kann es locker an einem Abend komplett fertiggenäht werden.  Allein das prädestiniert es schon für viele viele Nachfolger! Der Sitz ist auch bis auf ein paar Kleinigkeiten absolut zufriedenstellend. Mal schauen, was sich in meinem Stofflager noch für Schätze finden, die sich zu Sommerhemdchen verarbeiten lassen ….

Bis bald eure Zuzsa

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Frohe Ostern!

Ihr Lieben, ich wünsche euch ein entspanntes Osterfest! Ostern ist ja eins meiner liebsten Feste, der Frühling liegt in der Luft und man hat allen Grund entzückende Hasenbilder zu posten ;)

Bei mir sind die Familienfeierlichkeiten schon vorbei und nachher gibt es noch ein gemütliches Kaffeetrinken mit lieben Freunden. Das Gute an solch beschaulichen Feiertagen ist, dass ich ganz viel zum Stricken komme …

… was meinem neuesten Projekt, einem Jäckchen mit Zopfmuster in einem wundervollen dunklen Rot von hifa, einer norwegischen Spinnerei, sehr zugute kommt.

Feiert schön! eure Zuzsa

 

 

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Getrödelt, Gefunden, Gefreut #25

Flohmarktbegeisterte sammeln sich heute wieder bei Beswingtes Allerlei um ihre neuesten Schätze zu präsentieren.

Ich kann diesmal mit der Großmutter unserer Rundstricknadeln aufwarten …

Wie alt sie ist, kann ich nur schätzen. Laut wikipedia tauchen Rundstricknadeln in Amerika das erste Mal 1918 auf, in Europa wohl schon etwas früher. Sie bestanden aus zwei Nadeln, die mit einem Drahtseil verbunden waren. So praktisch, das ersteinmal scheint, so richtig begeistert waren die Strickerinnen damals noch nicht von dieser Erfindung, neigte die Drahtseilverbindung doch dazu die Wolle aufzureißen  und das Eisen-Messinggemisch helle Wolle zu schwärzen.

Meine Nadeln sind schon eine Generation jünger, das Drahtseil geglättet und die Verbindung durch eine kugelartige Verdickung wollfreundlicher gemacht. Ich schätze sie sind vielleicht aus den 40er Jahren. Den an den Fingern noch lange nach dem Stricken anhaftenden Messinggeruch finde ich ziemlich nervig, aber ansonsten bin ich überrascht, wie wenig widerspenstig sich diese Drahtseilkonstruktion verhält. (Wer schon einmal Stahlseiten auf eine Gitarre oder Mandoline aufgezogen hat, weiß wie eklig so ein Drahtseil werden kann. ;) )

Ich selber stricke allerdings glücklich mit einem Schatz Rundstricknadeln mit Kunststoffseil, der irgendwann zwischen 1970 und den 90er Jahren angehäuft wurde, und der neben den ganz modernen Nadeln mit auswechselbarer Spitze und superelastischem Seil auch schon wieder antiquiert daher kommt. Und ihr, auf welche Nadeln schwört ihr? Hightech oder doch lieber die Erinnerungsstücke von der Oma?

Seid herzlichst gegrüßt, eure Zuzsa

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Das Hemdblusenkleid # 1

… oder auch: das Kleid, beim dem kein Karo zum anderen passte, mit dem sie aber trotzdem sehr glücklich wurde.

Ihr seht, ich bin nach meinem Ausflug in die 20er Jahre wieder in etwas taillienbetontere Jahrzehnte gewandert und habe endlich nach langer, langer Zeit etwas für mich fertig genäht, mit dem ich zufrieden bin.

Ist es nicht manchmal merkwürdig, dass gerade die Kleider aus nicht ganz so beliebten Stoffen, denen man einfach mal so eine Chance geben möchte, diejenigen werden, die man morgens am liebsten  aus dem Kleiderschrank nimmt? Dieses Kleid ist so ein Fall. Aus einem eigentlich aberwinzigen Stück 70er Jahre Wollkaro genäht, dessen Farbe einen auf den ersten Blick nicht wirklich vom Hocker haut. Ist es das Bewusstsein, dass man beim Nähen eigentlich nichts mehr falsch machen kann oder das Wunder wie sich mittelmäßiges plötzlich verwandelt? Ich weiß es nicht! Aber es gefällt mir und vielleicht sollte ich diesen Trick öfter einmal versuchen.

Für alle Interessierten noch ein paar Details: Das Kleid ist im wesentlich nach diesem Kleid hier entstanden. Das Oberteil (McCalls 6696) habe ich übernommen, den Rock gegen diesen Halbteller-Schnitt aus den 80ern (? der Gürtel spricht Bände, oder?) ausgetauscht und Flügelärmelchen selbst konstruiert.

Die Rockform habe ich vor allem deshalb ausgewählt, weil ich probieren wollte, wie sie mir steht. Das Ding so zuzuschneiden, dass die Karos am Ende auch aufeinanderpassen, sollte ich zugegebenermaßen in einer wachen Stunde nocheinmal üben. Beim Rock habe ich es fertig gebracht,  eine Hälfte komplett auf dem Kopf zustellen und zum Teil geht die Karoführung wahrhaft merkwürdige Wege … nunja! Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich den Stoff bis aufs letzte Fitzelchen ausgenutzt habe und wenig Spielraum beim Teilepuzzle blieb.

Das Taillienband habe ich Innen mit einem extrabreiten Gummi verstärkt, was ich super finde, weil es die Taillie so schön zusammenschnurrt. Lediglich das rückwärtige Oberteil werde ich beim nächsten Mal noch kürzen, da rutscht es beim Tragen noch etwas hoch und schlägt Falten.

Und der Kragen des Kleides ist eigentlich ein Stehkragen, was ich beim Tragen gerne ignoriere, aber wenn es mal züchtig daherkommen soll … so geht es auch. ;)

Und mit diesem perfekten Sonntagsoutfit verabschiede ich mich. Mit Liebsten Grüßen, eure Zuzsa

 

 

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