Füttern oder nicht Füttern?

… das ist hier die Frage. Manchmal läuft einem ja ein Stoff zu wie ein herrenloses Haustier und man weiß nicht so recht, mit was man es nun zu tun hat. Zum Glück sind die Besitzverhältnisse schon einmal geklärt. Das Stöffchen bleibt bei mir und soll einmal eine Winterjacke werden. (So denn alle Teile auf seine knapp 150 m gequetscht werden können.)

Der geheimnissvolle Stoff scheint doppelt gewebt zu sein, als wären 2 Schichten sehr dünnen Wollstoffes übereinander “geklebt” worden. Die Oberseite ist tomatenrot, die Unterseite lila und im Webrand schauen  hauchdünne Kunsttofffädchen hervor. Als Material hat der Vorbesitzer Baumwolle angegeben, aber ich neige dazu, dem nicht zu trauen.  Es sieht mir doch sehr nach Wolle / Schurwolle aus. Waschen sollte ich den Stoff daher vermutlich eher nicht.

Er ist bisher so dick wie eine ziemlich dünne Decke und recht locker gewebt. Daher meine Frage an alle erfahrenen Jacken und Mantelnäherinnen da draußen: würdet ihr den Stoff für eine Winterjacke noch einmal mit einem wärmenden Zwischenfutter versehen oder ist das unnötig? Ich hätte gern eine warme, möglichst winddichte Jacke für Temperaturen um die Null Grad, einen arktischen Winter müsste sie also nicht bestehen. Ich gehen mal davon aus, dass ein stinknormales Kunststofffutter den Wind schon abhält, oder? Habt im Vorraus Dank für jeden erhellenden Gedanken!

Liebe Grüße, eure Zuzsa

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Herbstjacken Sew Along 2

Erste Schritte …

ich gebe zu, je länger ich nähe, desto mehr werde ich zum Schisser. Ich nähe mittlerweile immer ein Probemodell und manchmal sogar noch ein Probemodell vom Probemodell in einem nicht ganz so geliebten Stoff, um ganz sicher zu gehen. Ich habe einfach keine Lust mehr darauf, dass vielversprechende Projekte in der Ecke landen, weil ich beim Anpassen die Geduld verliere. Ist der Sitz erst einmal klar, kann ich mich beim “richtigen” Nähen voll auf die Gestaltung konzentrieren. Lustigerweise macht mir das Nähen so mehr Spaß! Momentan bin ich noch ganz im Probemodell-Modus. Die Vorderansicht gefällt mir schon mal sehr gut …

(Ignoriert bitte Knitterfalten und unfachmännisch eingesetzte Ärmel ;). ) Standardmäßig habe ich den Schnitt auf meine Kurzgröße angepasst, die Taillie an die richtige Stelle verlegt und den Rücken verschmälert.  (Der macht mir die meisten Anpassungsschwierigkeiten!) Außerdem habe ich ich den Kragen ein kleines bisschen gestutzt (von euch aus links seht ihr noch die Originalgröße) – die Aufschläge waren ganz 70er Jahre mäßig RIESIG und realtiv spitz -das war mir dann doch ein bisschen zuviel des Guten!

Der Rücken ist noch etwas optimierungsbedürftig … irgendwie scheint mir da noch zu viel Stoff über der Taille zu sein, oder?

Ganz zum Schluss habe ich todesmutig Paspeltaschen ausprobiert … es ist schon merkwürdig ein riesiges Loch in ein fast fertiges Kleidungsstück zu schneiden, (selbst wenn es nur ein Probestück ist), und bin damit sehr zufrieden.

Wie weit die anderen sind, sehr ihr beim Herbst jacken Sew Along, heute in dreikahs Blog.

Liebe Grüße, eure Zuzsa

 

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MeMadeMittwoch im roten Leinenkleid

Eigentlich hätte ich gern ganz viele Kleider, aber anders als mit Röcken und Blusen tue ich mich mit dem Kleidernähen noch recht schwer. Merkwürdig, da man meinen könnte, dass Kleider ja eigentlich nur eine Kombination von beidem wären. Allerdings macht mir gerade die Stelle, an der beide zusammentreffen, der Taillien und Bauchbereich zu schaffen. Umso schöner, dass mir jetzt einmal ein Hemdblusenkleid gelungen ist …

Der Schnitt ist eine Mischung aus McCalls 6696 und meinem bewehrten 6-Bahnen-Rockschnitt. Was im Endeffekt ein bisschen nach den 30er Jahren aussieht, finde ich.

Da die Knopfleiste bei diesem Kleid schon an der Taillie endet, habe ich mich nicht mit Knöpfen aufgehalten, sondern den Ausschnitt einfach nur ein Stück zugenäht. Ich mag den Effekt sehr, obwohl es das Oberteil manchmal ein bisschen faltig aussehen lässt.

Der Stoff ist ein mittleschweres Leinen. Zu warm für den Sommer, für den Übergang aber gut geeignet. Insgesamt ist er ein kleines bisschen steif und könnte bewegungsfreundlicher sein, aber ich hoffe, das legt sich noch nach ein paar Mal Waschen.

Translation: Today I show you a red shirtdress I constructed from the upper half of McCalls 6696 and a 6-panel-skirt pattern I own. I´m getting used to sew dresses, but struggle with fitting the midriff nonetheless. But this aside I´m rather pleased with this one! Has a nice 30s feel this one, doesn´t it?

Weitere Kreationen gibt es wie immer beim MeMadeMittwoch zu bestaunen. Schaut vorbei, es lohnt sich!

 

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Zuzsastyle im neuen Kleid …

… zumindestens ein bisschen, denn auch ein Blog braucht manchmal einen Waschgang und muss an einzwei Stellen neuvernäht und ordentlich herausgeputzt werden. Das hat in den letzten Tagen mit viel Hingabe und Geschick mein Lieblingswebdesigner übernommen und ich bin ganz begeistert, wie viel mehr Licht und Platz hier plötzlich geworden ist! Ein paar Neuerungen gibt es natürlich auch zu vermelden: die Musik hat endlich einen ihr gebührenden Platz im Blog gefunden –  schließlich ist sie neben dem Nähen und Stricken mein liebster Zeitvertreib und eine Herzensangelegenheit – und weil ich schon einmal dabei war, ist auch mein Dawanda Schnittmuster Shop nun in voller Pracht im Blog abrufbar und ohne den Umweg über Dawanda zu erreichen. Das eine oder andere ist hier noch im Umzugmodus, wird sich in den nächsten Tagen aber bestimmt gemütlich eingerichtet haben. Falls euch noch irgendwelche Bugs auffallen, gebt gern Bescheid! Damit aber genug des Schnöden und Organisatorischen. Ich hoffe sehr euch gefällt das neue Design genauso gut wie mir!?!

Als Arbeitsentgeld haben wir uns übrigens auf ein Paar neue Ringelsocken geeinigt, denn offensichtlich trägt der Herr die letztgestrickten sehr gerne …

 Mit liebsten Grüßen, Zuzsa

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Herbstjacken Sew Along 1

Eigentlich sollte ich mich nicht in einen Sew Along stürzen! Der Gründe gibt es viele:  chronische berufsbedingte Zeitknapheit in den Herbstmonaten, mein sehr launisches Nähtemperament (was keine Lust macht, wird links liegen gelassen)  und die sich daraus ergebende Neigung mitten im Sew Along auszusteigen (hüstl).

Andererseits habe ich mir sowieso vorgenommen mir eine Jacke zu nähen und arbeite sogar schon am Probemodell. Was soll da schon schief gehen? Vieles vermutlich, aber ich wage es trotzdem und beteilige mich an Chrissys und dreikahs Herbst Jacken Sew Along! Vielleicht hilft es mir auch bei den derzeit sehr klein proportionierten und verstreuten Nähsessions sprichwörtlich nicht den Faden zu verlieren.

Objekt der Begierde ist eine Jacke nach diesem Ullstein Vintage Schnitt aus den 70er Jahren …

Mein Plan ist ein mehrschrittiger … Um den Schnitt und die Arbeit, die ich ins Anpassen stecke, auch möglichst voll auszunutzen plane ich eine Cord/Herbst und eine Wollstoff/Winterversion des gleichen Schnittes. Die Cordjacke ein bisschen kürzer als die Winterjacke und bei der Winterjacke vermutlich Pattentaschen statt aufgesetzte Taschen wie in Modell A, ein dickes Futter und vielleicht sogar eine Kapuze, falls mir die Schnittanpassung gelingt. Die dafür eingeplanten Stoffe seht ihr schon mal hier …

Allerdings setze ich mir vorsorglich für den Sew Along nur eine der beiden Jacken, die Cordjacke, als Ziel.  Ich hätte nämlich gern recht schnell eine braune Übergangsjacke. Und da mich derzeit Ensembles sehr ansprechen, hätte ich gern etwas passendes zu dem Cordrock, den ich im Sommer genäht habe.

Was die anderen Sew Along Teilnehmer so planen, könnt ihr heute bei Chrissy nachlesen. Ich bin schon sehr gespannt!

Bis bald, eure Zuzsa

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