MeMadeMittwoch im rostroten Kleid

Diese Woche zeige ich euch ein ganz einfaches, rostrotes Herbst-Alltagskleid, dass ich mir vor einigen Wochen nach Simplicity 7434 genäht habe, dem Schnitt nach dem ich im wesentlichen auch mein Weihnachtskleid nähen werde.

Es ist aus einem rostroten Gabardine, der schön schwer fällt und einen minimalen Glanz hat. Eigentlich also ein super Kleiderstoff … wenn da nicht die Sache mit den Belegen gewesen wäre: die ließen sich nämlich beim besten Willen nicht unischtbar anhexen. Jeder noch so vorsichtige Stich zeichnete sich später ab. Und Absteppen ging auch nicht, ohne dass dann der Auschnitt müde nach vorn klappte, obwohl er im unabgesteppten Zustand eigentlich perfekt lag. Dabei hatte ich den Beleg schon extra aus einem dünneren Baumwollstoff zugeschnitten, um ihm die Schwere zu nehmen. Es war ein bisschen wie verhext! Vielleicht weiß ja jemand von euch Rat, was ich anders machen könnte? Ich würde Ähnliches beim nächsten Mal gerne vermeiden.

Der Schnitt ist, wie schon gesagt, der schlichte Simplicity 7434, den ich als Rock schon mehrfach vernäht habe und diesmal als Premiere zum ersten Mal auch (bzw. nur) als Oberteil. Gewählt habe ich diesmal die Variante mit kleinen Flügelärmelchen, da ich gerne einen Cardigan über dem Kleid tragen wollte. Längere Ärmel schienen mir für den Herbst einfach noch zu warm.

Der Mantel, den ich im Bild trage, ist auch memade. Ich habe ihn euch hier schon mal gezeigt und ein bisschen mehr dazu erzählt. Mantelfutter und Kleidfarbe beißen sich ein bisschen, da müsst ihr jetzt durch! Ebenso selbstgemacht ist das rote Merino Tuch, dass ich im Bild trage. Das einzige Strickstück, dass ich jemals auf meiner Knittax Strickmaschine fertig gestrickt habe. Strickmaschinenstricken ist nicht so ganz mein Ding, habe ich festgestellt.

Geplant war das Kleid eigentlich für die letztmonatliche Ausgabe der 12 letters of handmade fashion (R wie Rostrot und so ….) für die ich dann aber mit dem Fotografieren doch ein bisschen zu spät dran war. Zum Glück gibt es ja noch den wunderbaren MeMadeMittwoch, um euch dass Kleid vorzustellen.

Wir sehen uns dort! eure Zuzsa

 

Weihnachtskleid Sew Along … die Stoffwahl

And the winner is …

Das Karokleid! Ich kann der Versuchung des wunderbar weihnachtlichen Stoffes einfach nicht wiederstehen und werde mir das Karokleid nach Simplicity 7434 nähen. Mit langen Ärmeln und abnehmbarer Schleife als Gürtel … ganz wie in meinem Inspirationsbild.

 

Den schmalen Rock des Schnittes werde ich durch einen Tellerrock ersetzen. Alles in allem eine zeitlich machbare Aufgabe nach einem wohl bekannten Schnitt. Da meine Erfolgsquote bei Weihnachtskleidern bisher nicht so hoch war, ist mir das Kriterium der Machbarkeit dann doch sehr wichtig. 

Wenn dann noch Zeit ist, werde ich mir das Hemdblusenkleid aus einem hier schon lange gehüteten Wollstoff mit Trachtenmotiv vornehmen.  Der Stoff ist vom Maybachufer und ich konnte an den lustig springenden Hirschen einfach nicht vorbeigehen.  😊 Hier ist mir allerdings wichtig, den Stoff durch den Schnitt ein wenig zu brechen, sodass das Ergebnis am Ende nicht zu dirndelig wird. Ob das Kleid dann wirklich noch vor Weihnachten fertig wird, werden wir sehen, wenn nicht ergibt es bestimmt auch ein schönes Winterkleid im allgemeinen.

Ich bin sehr gespannt, welche Wahl die anderen Ladys beim MMM – Weihnachtskleid Sew Along getroffen haben …

Ich näh dann mal! Eure Zuzsa

Weihnachtskleid Sew Along Inspriration

Kaum ist der Wintermantel Sew Along über die Bühne gebracht, stürze ich mich Hals über Kopf in das nächste große Näh-Event des Jahres: der Weihnachtskleid Sew Along 2016.

Heute geht es um Inspiration … das ist für mich eine super Gelegenheit zu erkunden, was ich überhaupt Nähen möchte, denn ich hatte bis jetzt nicht den Hauch einer konkreten Schnittidee! Zeit ganz tief in meine Pinterest boards abzutauchen und Ideen zu fischen! Dabei haben sich mehrere Favoriten herauskristallisiert …

Ein Karokleid?

Ganz heißer Favorit ist ein schlichtes Karokleid mit weitem Rock, am liebsten nach meinem Dauerbrenner Schnitt Simplicity 7434. Der Vorteil wäre, dass ich einen wunderbaren roten Karo-Flanel von Stoff&Stil bereits in ausreichender Menge zu Hause liegen habe, und roter Karo einfach perfekt zu Weihnachten passt.

Ein Hemdblusenkleid

Idee Nummer 2 wäre ein Hemdblusenkleid. Kann man eigentlich nie genug haben und auch hier habe ich einen passenden grünen Wollstoff mit Muster in meinem Stoffvorrat. Allerdings bin ich noch sehr unschlüssig, welchen Schnitt ich gerne verwenden möchte. Meinen Standard-Hemdblusenschnitt müsste ich ein wenig in der Weite anpassen und eine echte Alternative habe ich bisher nicht gefunden.

Ein Pussy Bow Kleid?

Idee Nummer 3, die mir schon eine Weile im Kopf herumspukt, wäre ein Keid mit Schluppe (im englischen Pussy Bow). Ich liebe meine Schluppenbluse und kann mir gut vorstellen, diese Kragenlösung auch mal bei einem Kleid zu probieren. Hier fehlt mir allerdings der passende Winterstoff zur Idee.

Ein Maxikleid?

Und zu guter Letzt kann ich mir auch gut vorstellen, ein bodenlanges Kleid zu Nähen. Oder ist das eher was für den summer of love?

Puh! Wie ihr seht ich bin grandios unentschlossen und selber sehr gespannt, was ich am Sonntag anschneiden werde.

Bis dahin liebste Grüße, eure Zuzsa

Verlinkt beim Weihnachtskleid Sew Along des MeMadeMittwoch Blog

 

 

Wintermantel Sew Along – Finale!

Heute ist das Finale des diesjährigen Wintermantel Sew Alongs und ich habe mit meinem Cape eine perfekte Punktlandung hingelegt … gestern den letzten Saum gestichelt, heute noch fotografiert und verbloggt. Hui! Das war wirklich knapp! Daumen hoch für alle Ladys, die sich der Aufgabe gestellt haben!

Mein Cape wurde bei den Fotoaufnahmen heute am richtig frühen Morgen bei traumhaft schönen Extremtemperaturen getestet, zumindest für Berliner Verhältnisse. Das Cape hält minus 9 Grad locker aus, meine nicht behandschuhten Hände, die die Kamera bedienen mussten leider nicht, weshalb ich dann auch ganz schnell für weitere Aufnahmen nach innen geflüchtet bin. Damit, dass Cape wirklich wintertauglich wird, müssen dringend noch ein Paar selbstgestrickte elbogenlange Handschuhe oder Stulpen den Weg in in meine Garderobe finden.

Beim Fotografieren ist mir außerdem aufgefallen, dass mir mein Cape ohne Gürtel jetzt doch viel besser gefällt als mit, obwohl der Gürtel ja das eigentliche Highlight bei meinem Capewunsch gewesen ist!?!

Ich habe, nachdem ich mich die letzten Tage nocheinmal ganz intensiv mit Capes und ihrer Konstruktion auseinandergesetzt habe, ein kleines bisschen den von mir gewählten Schnitt für diesen „Mißerfolg“ in Verdacht. Ich glaube, ein Capeschnitt mit Teilungsnähten ist für meine Gürtelidee die bessere Ausgangsbasis als das von mir gewählte Fairy Tale Cape pattern von thisblogisnotforyo, dass auf einem halbkreisförmigen Capeteil basiert und sehr viel Weite mit sich bringt, die in der Taillie gerafft werden muss.

In meinem Kopf rattert deshalb schon die Verbesserungsmaschinerie für Versuch Nummer 2, über den ich hier garantiert berichten werde. So ist dieses erste Cape eher ein Prototyp und Ausdruck einer wachsenden Faszination für dieses irgendwie immer etwas märchenhaft wirkende Kleidungsstück. Es ist ein Kleidungsstück, dass nach Inszenierung ruft und das ist etwas, was mich widerrum sehr fasziniert.

Noch ein Wort zur Kapuze: die Kapuzenform finde ich leider ganz furchtbar und bereue sehr mich für den Originalschnitt entschieden zu haben. Ich weiß nicht, ob es an meiner Stoffwahl liegt, aber sie springt bei meinem Cape leider seeeehr weit und etwas unförmig auf und liegt nicht immer wirklich schön im Rücken oder über dem Kopf (wie im letzten Bild). Sehr schade!

Trotz aller Meckerei bin ich froh das Cape genäht zu haben und gehe aus dem Sew Along mit der Erkenntnis hervor, dass an einem schönen und gut sitzenden Cape mehr dran ist, als ein halbrundes Stück Stoff! Mit besten Grüßen geht es deshalb jetzt rüber zum MeMadeMittwoch Blog zu Karin und Nina und den anderen bezaubernden Damen in ihren selbstgenähten Mänteln.

Bis gleich, eure Zuzsa

 

 

 

Auf den Nadeln November

Momentan sprudel ich förmlich über vor neuen Strickideen und bedauere den Umstand nicht noch vielviel schneller Stricken zu können. So wartet diesen Monat dieser bunte Haufen darauf in einen Fair Isle Pullover verwandelt zu werden …

… und auch für die neue Flora Wolle von Drops, die ich in Rot und Natur erstanden habe, habe ich schon ganz konkrete Ideen.

Ersteinmal aber möchte ich meinen Aranpullover in der wunderbaren Malabrigo Rios zu Ende stricken, der glücklicherweise (und dank der dicken Wolle) in rasantem Tempo von den Nadeln springt. Der Pullover ist eine Kopie meines eigenen Designs und wird, mal abgesehen von den Ärmeln, komplett in einem Stück gestrickt, ohne lästiges mehrfaches Absetzen um den Halsausschnitt zu formen. Ich schreibe derzeit die Anleitung mit und hoffe sie euch ganz bald präsentieren zu können.

Fertig geworden ist inzwischen mein Langzeitprojekt der 50er Jahre inspirierte Sommerpulli, der aufgrund der geringen Nadelstärke von 2,5 irgendwie ewig gedauert hat …

… und ein Paar quietschgrüner Socken, die ich zwischendurch runtergerattert habe und die schon völlig in meine Garderobe assimiliert sind.

Außerdem habe ich ein altes, ungeliebtes Strickstück wieder hervorgekramt und trage es nun zu meinem Erstaunen fast täglich zu meinem Fischgrat-Mantel: ein einfaches rotes Tuch in Lana Grossa Merino Lace Wolle. Das einzige Teil, dass ich jemals (und fluchend wie ein Rohrspatz) auf meiner Knittax Strickmaschine gestrickt habe. Schön, wenn soviel Arbeit dann doch nicht umsonst war.

Marina sammelt bei maschenfein alle eure November Strickprojekte … ich geh dann mal schmulen, was ihr so Auf den Nadeln habt!

Liebe Grüße, eure Zuzsa