Latzkleid im Januar / 12xmemade

Chrissy hat die Aktion 12xmemade ins Leben gerufen, die für mich eine ganz großartige Motivation ist, nicht nur jeden Monat etwas selbstgemachtes zu zaubern, sondern es euch vor allem auch im Blog zu zeigen! 😉 Und das trotz winterwidriger Lichtumstände, die das Fotografieren nicht gerade zu einer Freude machen … Hallo Pixel! Hallo 12x MeMade!

Diesen Monat habe ich recht überraschend ein Latzkleid gezaubert…

Seit letztem Jahr tauchen ganz viele tolle Latzkleider und Latzhosen in der Blogosphere auf. Anfangs habe ich diese Entwicklung als „niedlich, aber nichts für mich abgetan“ … ohne mit meinem Unterbewussten zu rechnen! Das  war offensichtlich so nachhaltig beeindruckt, dass es mir an einem grauen Januartag den perfekten Latzrock-Schnitt präsentierte, einen tiefblauen, komplett vergessenen Vintage-Jeans aus dem Regal zauberte und mich ein Latzkleid zuschneiden ließ, obwohl ich fest entschlossen war in meiner freien Zeit eine dringend benötigte Bluse zu nähen …

… tja, ich glaube, ich sollte mich öfter auf mein Unterbewusstsein verlassen! Ich liebe dieses Kleid! 😀   

Die meisten Latzkleid-Exemplare, die ich bisher gesehen habe,  sind nach tilly and the buttons Schnitt Cleo genäht, der in jedem Fall schnuckelig ist!  Mir persönlich aber ein klein wenig zu wenig Taillie hat. Und aus Erfahrung weiß ich, ich mag Schnitte mit Taillie! Der Schnitt, bei dem es dann letztendlich Klick machte, ist aus den späten 60ern und setzt den Latz mit einem breiten Rückenteil an einen A-linien Rock an. Das war so ziemlich genau das, was ich mir vorgestellt hatte.

Mit einer Ausnahme: Der Original-Latz (oder eher Lätzchen) war mir dann doch ein wenig zu experimentell und ungewohnt für moderne Sehweisen. Er hätte noch unter der Brust geendet. Was ziemlich cool und mod und 60er ist …aber nix für mich! Deshalb wurde der Latz kurzerhand komplettiert (und das schöne Schnittmuster verhunzt, sorry ;)).

Sehr stolz bin ich auf die beiden seitlichen Knopfleisten! 

Die sind nicht nur schön anzuschauen, die Knöpfe wurden auch von mir persönlich und mit viel Begeisterung und einem gelben Schonhammer in den Stoff gehauen. 12 Knöpfe habe ich insgesamt vernäht … ich ahne, dass mich meine Nachbarn für diese Aktion lieben! 😉 

Mal schauen, was ich im Februar so nähen könnte … bis dann, eure Zuzsa

 

 

Stoffdiät 2018 / Überblick & Ziele

Die Stoffdiät von Frau Küstensocke geht dieses Jahr in die zweite Runde und während ich letztes Jahr noch glücklich im Stoffkaufrausch war und den Gedanken an eine Diät weit von mir gewiesen habe, schlich sich am Jahresanfang (und im Angesicht meiner Stoffberge) der Gedanke bei mir ein, dass ich vielleicht doch „ziemlich viel“ Stoff habe. Und so schließe ich mich dieses Jahr der tollen Aktion und guten Gesellschaft mit Freuden an! 

Was mich vor allem antreibt, ist der Gedanke, dass es nicht besonders nachhaltig ist, so viele (tolle und schöne) Stoffe auf Halde liegen zu haben. Irgendwann wurden die Stoffe für ein Projekt gekauft, das zu diesem Zeitpukt ganz dringend war (auch bekannt als Kaufreflex) und jetzt schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Mir deucht, dass die nächste Stoffliebe vielleicht ähnlich enden wird und ich über kurz oder lang zum Stoffmonster mutiere!? Nicht zu verachten ist auch, dass dieser Hang ständig der neuesten Stoffleidenschaft hinterherzurennen, letztendlich auch ein grosses Loch in mein Portemonnaie reißt und meinem Vorhaben im Weg steht, dieses Jahr endlich Mal ein wenig Ordnung in mein heimisches Chaos zu bringen. 

Nach dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid!“ hoffe ich sehr, dass sich Stoffabstinenz in der Gruppe leichter durchhalten lässt als alleine. 

Frau Küstensocke fragt zu diesem Termin nach unserem Jahresziel und -plan. Ich gestehe, als Neuling ist das bei mir noch ein relativ unklar und läuft ganz allgemein darauf hinaus, so viel Stoff wie möglich aus dem Vorrat abzubauen und dabei so viele alltagstaugliche Kleidungsstücke wie möglich zu produzieren. Um letzteres zu erreichen, habe ich mir ein neues Büchlein zugelegt und eine Bestandsanalyse vorgenommen …

Das Büchlein ist auch ein guter Ort, um all die Projekte zu notieren, die mir im Kopf herumspuken. Der Clou: in dieses Buch kommen nur ganz konkrete Projekte. Für Ideen, Gedanken und wildes Herumgespinne besitze ich ein zweites (streng geheimes ;)) Büchlein. Das hilft mir sehr meine Gedanken zu sortieren und auf dem rechten Pfad zu bleiben.

Und um dann doch noch ein bisschen konkreter in meiner Planung zu werden: Ich würde vor allem gerne Jackenstoffe und Gabardine abbauen. Der Stapel dieser Stoffe ist wesentlich schneller gewachsen als meine Jackenproduktion. 😉 Ich ahne also, dass es dieses Jahr ein paar Übergangsjacken zu sehen geben wird!

Ein Hintertürchen erlaube ich mir allerdings. Beim Stoffekaufen ist es womöglich wie beim Essen und da ich die Erfahrung gemacht habe,  dass Verzicht leichter ist, wenn man sich ab und zu was gutes gönnen darf, erlaube ich mir, einen Stoffkauf alle drei Monate solange der Stoff einem ganz  konkret geplanten Projekte dient. Das ist fair, oder? und nimmt der Diät ein klein wenig Härte, während es mich hoffentlich dazu anhalten wird, meine Option mit ganz viel Verstand zu gebrauchen.

Und wie läuft es? Das Jahr ist ja mittlerweile schon einen Monat alt und bisher läuft es sehr gut! ich habe keinen einzigen Stoff (oder Wolle) gekauft! Und das obwohl mir einige (viele) Male der Finger bei buttinette und Co zuckte … Trommelwirbel!!!!

Vernäht habe ich einen Vintage-Jeans, aus dem ein Latzrock und ein kurzer Rock entstanden sind und einen schönen bordeauxfarbenen Viskose mit Sternchen, der seit ca. einem Jahr eine Bluse werden sollte. Die Bilanz sieht also gut aus … aber ich hätte nicht gedacht, dass es so hart ist!!! (Jammer ein bisschen! 🙂 )

Zugang: Null

Abbau: 3,20 m

Auch die Planung für Februar läuft vorbildlich. Ich habe bereits 3 weitere Vorratsstoffe zu Blusen und einem weiteren Latzrock zugeschnitten. 

Ich bin sehr gespannt, ob ich das heere Vorhaben, das ich hier Verkünde einhalten werde … Liebe Grüße und nocheinmal vielen Dank an Frau Küstensocke für die tolle Aktion, eure Zuzsa

Weihnachtskleid Sew Along 2018

Eigentlich stehen derzeit ganz viele Röcke und Blusen und mindestens ein Mantel für meine Basisgarderobe auf meinem Nähplan, aber das diesjährige Weihnachtskleid dazwischen zu schieben, ist irgendwie Ehrensache!

Vereinfacht wird die ganze Sache dadurch, dass ich letztens den perfekten Samtstoff für diesen Anlass gekauft habe und nun eigentlich „nur noch“ ein schönes Schnittmuster suche.

Der Samtstoff ist ein ganz schwer mit dem Fotoapparat einzufangendes Moosgrün und ein bisschen Kopfzerbrechen machen mir die vertikalen Streifen. Ein Tellerrock, meine absolute Lieblingsrockvariante, fällt damit aus. 😉 Erschwert wird die Sache dadurch, dass ich eine recht konkrete Vorlage im Kopf habe, nämlich dieses Kleid von diesem Pin …


Ein Traum in Samt, oder? Insofern ist mein Thema heute weniger „Ich habe soviele Ideen“ als „Wie setze ich meine Idee am besten um????“

Die Essenz des Kleides sind die weiten Kimono-Ärmel und ein relativ schmaler Rock (zumindest für meine Verhältnisse 😉 ). Das durchwühlen diverser mir verfügbarer Schnittmusterquellen ergab folgende Kandidaten …

Eigentlich würde sich eine Anna von by hand london mit V-Auschnitt nicht schlecht machen. Die Rockpanele sind hinreichend schmal, sodass die Streifen des Stoffes ihnen nicht zu sehr ins Gehege kommen sollten, gleiches gilt für die Abnäher, die aus der Taillie nach oben verlaufen. Außerdem habe ich Anna schon mehrfach genäht und so sollte das Schnittmuster keine bösen Überraschungen für mich bereithalten.  

Schön finde ich auch Vogue 9253. Allerdings ist der Stoffverbrauch für den Rock unendlich und wohl eher nicht für meinen dicken Samt geeignet.  

Dann dachte ich mir, dass diese Art Schnitt eigentlich ein heißer Kandidat für Burda sein müsste und bin auch tatsächlich in der Ausgabe 3/2013 fündig geworden.

Von dem Modell gibt es zwei Bilder. Die kürzere Version ist in eher unaussagekräftiger Lümmelpose fotografiert, die längere als Brautkleid. Die Ärmel sind mehr Schmetterling als Kimono gefallen mir sonst aber ausgesprochen gut. Den Ausschnitt kan man nach Bedarf sicher etwas winterfreundlicher gestalten. 😉 Da mein Samt sehr fließend fällt, wäre dieses eigentlich für Chiffon und Viskose optimierte Kleid vielleicht eine echte Alternative? Die Frage bleibt nur, ob die Streifen des Stoffes und die Schmetterlingsärmel sich vertragen?

Der Rockteil wiederum ist Anna sehr ähnlich.

Fällt euch vielleicht noch ein ganz anderer Schnitt ein? Für Ideen wäre ich sehr dankbar … ansonsten schaue ich jetzt rüber zum MeMadeMittwochBlog und euch beim Ideenfinden über die Schulter. Erfahrungsgemäß gibt es dort jede Menge Futter für meine Nähmerkliste 🙂

Liebste Grüße, Zuzsa 

 

 

 

MeMadeMittwoch im Jeanskleid mit Punkten

Heute bin ich Gastbloggerin und Vortänzerin beim MeMadeMittwoch wo dieser Post zuerst veröffentlicht wurde …. Yeah! 🙂 Das schöne Kleid soll aber trotzdem noch in meinen Blog, deshalb lest ihr hier heute doppelt …

Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen beim heutigen MeMadeMittwoch!

Ich bin Zuzsa vom Blog zuzsastyle [http://www.zuzsastyle.com] und habe die Ehre, euch heute mitten im Novembergrau als Gastbloggerin vorzutanzen. Diese ehrenvolle Aufgabe wollte ich natürlich nicht in einem x-beliebigen Kleidungsstück antreten, schließlich liebe ich den MeMadeMittwoch seit Jahren als Inspirationsquelle  für tolle Kleider! Grund genug, mir für euch ein niegelnagelneues zu nähen …

Den Jeanstoff mit den Minipünktchen, den ich mir dafür ausgesucht habe, habe ich allerdings schon eine halbe Ewigkeit zu liegen. Woher er stammt, ist in Vergessenheit geraten. Allerdings weiß ich noch, dass er einer der ersten Stoffkäufe war, die ich überhaupt jemals getätigt habe … damals noch in der Hoffnung mir hübsche Marlenejeans zu nähen. Das Nähschicksal entschied dann anders! Seit Jahren habe ich keine einzige Hose genäht und der Stoff schlief einen langen Dornröschenschlaf in meinem Stofflager. Zum Glück habe ich dieses Jahr meine Liebe für unverwüstliche Jeansstoffe wieder entdeckt!

Und wer hätte gedacht, dass der ziemlich feste Jeans sich so wunderbar für meinen Lieblingskleiderschnitt eignet?  Der, ist widerrum ein Konglomerat, in dem sich das Oberteil von Simplicity 7343, ein Ärmel unbekannter Herkunft und ein Tellerrock frankensteinisch vereinen. Ich bekenne mich bei Schnitten ganz klar zum Experiment und wenn es glückt, nähe ich es in hundertfacher Ausführung 🙂 … Jeanstoff und Tellerröcke sind auf jeden Fall eine überraschend glückliche Kombination, die ich euch zur Nachahmung nur empfehlen kann.

Alles in allem kommt das Kleid abgesehen von den Pünktchen ganz puristisch daher und hat außer einem Reißverschluss in der Seitennaht, zum bequemen Rein- und Rausschlüpfen und einem komplett mit einem Rest himmelblauen Partysatin gefütterten Oberteil – das mache ich gerne, um mich nicht mit Belegen herumärgern zu müssen – keine Details und Extras. Bietet dafür aber ganz viel Raum zum Umstylen mit Accessoires. Meine Lieblingskombination ist derzeit die secondhand gekaufte Lederjacke und rote Westernstiefel.

Jetzt bin ich aber super gespannt, was IHR heute so gezaubert habt …. mit herzlichem Dank an die Ladys vom MeMadeMittwoch-Team, die die zauberhafte Parade der Nähnerds jeden Mittwoch am Laufen halten, und schaue schnell rüber zum MeMadeMittwoch ….

Liebe Grüße, eure Zuzsa

 

 

 

MeMadeMittwoch in Vogue mit Hindernissen

Spätsommertage sind meine absoluten Lieblingstage. Alles blüht und summt und freut sich des Lebens. Deshalb hat mich diesen Sonntag auch nichts in der Wohnung gehalten und wir sind bei perfektem Wetter durch die Wiesen gestreift. 

Das man sich mittlerweile auch schon wieder in Wollpullover kuscheln kann, stört mich  da wenig. Und so gibt es auch diesen Mittwoch Gestricktes zu sehen. Dieses Mal ein etwas älteres Exemplar aus Malabrigo Rios in Coco, für das es leider keine Strickanleitung gibt, weil ich nach Nase gestrickt habe.

Für den Rock habe ich dagegen einen sehr hübschen älteren Vogue Schnitt ausgegraben. Vogue 8577 fristet schon ziemlich lange ein Schattendasein in meinem Schnittmusterschränkchen und wären nicht Anfang des Jahres ein paar sehr schöne Versionen im Netz aufgetaucht, hätte ich den Schnitt wahrscheinlich auch bald wegen des etwas biederen Covers aussortiert … und damit einen sehr schönen Rockschnitt verpasst!

Der Rock ist mega fluffig und verbraucht noch mehr Stoff als ein Tellerrock, dafür fällt er dann aber auch unnachahmlich und erinnert sehr an Rockschnitte aus den 50er Jahren. Um diesen Anklang noch einmal zu unterstreichen, habe ich ihn in Originallänge gelassen. Absolut verliebt bin ich in die riesigen Taschen, in denen ich nicht nur ein sondern mindestens drei kleine Kängeruhs verstauen könnte …

Genäht, ist das ganze auch ziemlich fix. Hinderlich war nur, dass ich eigentlich ein Kleid aus dem leichten Chambray von Stoff&Stil machen wollte, aber gnadenlos am Oberteil des Vogue Schnittes gescheitert bin. Vielleicht lag es am Stoff, vielleicht an meinen Nähkünsten, aber was ich da fabrizierte, sah nicht im entferntesten nach einem gut sitzenden Oberteil aus und wanderte nach kurzem Rettungsversuch in die Tonne. Das hat mich zumindest erstmal entsprechend misstrauisch gegenüber dem Schnitt gemacht und so werde ich ihn als Rock ganz sicher, als Kleid wohl nie wieder nähen wollen.

Die dekorative Binde ums Handgelenk ist übrigens kein Modeassessiore, sondern Ergebnis eines kleinen Arbeitsunfalls. Glücklicherweise habe ich mir außer einer Schnittverletzung, die genäht werden musste, nichts wesentliches getan, sodass ich sie bald wieder los bin und dann auch bald wieder Stricken darf. Neben allem möglichen, was man sonst so mit der rechen Hand macht, vermisse ich das Stricken ja echt am meisten ;).

Was sonst noch so los ist beim MemadeMittwoch seht ihr im MeMadeMittwochBlog.

Bis bald, eure Zuzsa