Aller Anfang ist schwer … (nebst Lieblings-Tutorials)

Aller Anfang ist schwer zumindest beim Stricken in Runden! Kennt ihr den Moment, wenn in der Strickanleitung dieser kleine harmlose Satz auftaucht „die angeschlagenen Maschen zur Runde fügen, die Maschen dabei nicht verdrehen“ und es euch kalt den Rücken runter läuft? Denn was sich so einfach anhört, ist bei 209 angeschlagenen Maschen auf einer ziemlich langen und quirligen Rundstricknadel manchmal ein echter Nerventest.

Wie oft verdrehen sich die fitzeligen Maschen und man endet ungewollt mit einem Möbiusband? Antwort: Gestern! Bei mir 3 Mal! Argh!

Dabei weiß ich es eigentlich besser und verrate euch heute meine 3 nervensparenden Lieblingstricks zum Thema „Maschenanschlagen & zur Runde fügen“!

Number #1

Zum Thema Maschen anschlagen ist mir erst vor kurzem ein wirklich genialer Rat über den Weg gelaufen.

Um zu vermeiden, dass einem der Faden beim Anschlagen nach 310 Maschen ausgeht, obwohl man doch eigentlich 350 Maschen anschlagen wollte und man wieder von vorne anfängt, schlägt man statt mit einem mit zwei Knäulen an! Beide Knäule werden am Anfang mit einer einfachen Schlaufe miteinander verbunden und über die Nadeln geschoben, mit der ihr anschlagt. Dann nehmt ihr die Fäden wie gewohnt zum Anschlagen auf. Die Fadenseite, die sich normalerweise aus eurem Restfaden speist, und die gerne schneller alle wird als euch lieb ist, wird nun aus einem 2ten Knäuel gespeist. Problem gelöst! Genial, oder? Die Schlaufe schiebt ihr am Ende dann einfach wieder von der Nadel. Alle Details findet ihr bei cocoknits

No More Estimating Tail Length for a Long Tail CO

Number #2

Wie füge ich angeschlagene Maschen zur Runde, ohne dass sich das Strickstück in sich verdreht? Ich bin verweifelt über dieser Aufgabe bis ich über folgenden Trick gestolpert bin: statt die angeschlagenen Maschen sofort in Runde zu stricken, stricke ich sie jetzt 3 bis 4 Reihen lang offen. Wenn euer Strickstück einen Zentimeter dick ist, ist es viel einfacher zu beurteilen, ob sich eine Drehung eingeschlichen hat. Der kleine Schlitz, der sich so am Anfang eines Bündchens ergibt, lässt sich später ohne großes Federlesen zunähen.

Number #3

Mein letzter Tip bezieht sich darauf, wie ihr vermeidet, dass sich am Anfang eurer Runde eine unschöne „Leiter“ bildet, wenn ihr sie zur Runde fügt. ihr wisst schon, diese Stelle wo der Faden immer nachgibt, egal wieviel Mühe ihr euch gebt und wie fest ihr den Faden zieht. Auch hier gibt es einen einfachen, aber effektiven Trick: Leitern lassen sich vermeiden, indem ihr beim Rundenfügen die erste und letzte Masche eures Strickstücks vertauscht!

Äh, wie bitte?

Die erste Masche eurer neuen Runde ist meistens schön fest und lässt sich ohne sich selbst aufzulösen von der Nadel nehmen.

Dann fügt ihr euer Strickstück zur Runde und schiebt die letzte gestrickte Masche, die mit eurem Arbeitsfaden auf die linke Nadel.

Mit der rechten Nadel nehmt ihr dagegen die erste Masche, die die gerade besorgniserregend frei im Raum herumhängt, wieder auf.

Die Maschen haben so ihre Plätze getauscht und wenn ihr jetzt eure Runde strickt, kann sich der Arbeitsfaden nicht mehr ziehen und es entsteht keine unschöne Leiter am Rundenanfang.

Ich hoffe diese Tricks machen euch genausoviel Freude wie mir und helfen euch dabei, Stricken zu einem wirklich entspannten Ereignis werden zu lassen. 😉

Mit lieben Grüßen, eure Zuzsa

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Anna #3 und ein kleines bisschen Pflanzenkunde

Angekündigt hatte ich es ja schon, da können wir es auch gleich über die Bühne bringen … Zuzsastyle proudly presents Anna #3!

Zur Abwechslung erfreue ich euch und mich einmal mit Außenfotos. Das wollte ich schon lange Mal angehen, fühle mich aber an den meisten Tagen zu schüchtern oder zu ermattet für ein Fotoshooting im Grünen. Mein Haus und Hofphotograph hat die Aufgabe jedoch wie gewohnt mit Bravour gemeistert. Merci für, mein Schatz!

Der Vintage Viskose, den ich diesmal verwendet habe, ist ein Stoff mit Eigenleben und deshalb nicht meine Lieblings-Anna. Er fällt großartig im Rockteil, neigt aber im Oberteil zur Faltenbildung. Er ist  zudem zwar nicht wirklich unangenehm auf der Haut, hat aber so eine merkwürdige Festigkeit und Widerstrebsamkeit, die ein braver Stoff einfach nicht haben sollte. Vorteil war allerdings, dass ich den Reißverschluß diesmal komplett weglassen konnte. Ich schlüpfe bequem über Kopf in das Kleid.

Die Weberkarde, die ihr übrigens hellila aus dem Grün herausschimmern seht, ist übrigens eins unserer „Babys“, die wir in den letzten Jahren heimlich im Park ausgewildert haben. Mittlerweile sind die „Kleinen“ einen halben Kopf größer als ich. Die Karde (Dipsacus silvestris) ist eine einheimische Pflanze, aber zumindest hier im Norden so ziemlich aus Feld und Flur verschwundene Pflanze, und ihre Blüten sind ein Festmahl für Hummeln und Bienen, (die sich zum Glück auch überhaupt nicht davon stören ließen, dass ich gestern um ihr Nektarbuffet herumturnte). Und … eine nette Nebeninformation für einen Näh- und Strickblog … die getrockneten Blütenköpfe wurden früher zum Kardieren von Schafswolle und zum Aufrauen von Wollstoffen verwendet. Wenn ich dran denke, zeige ich sie euch demnächst nochmal von nahem.

Schnitt: Anna von By Hand London

Stoff: Vintage Viskose

Strickjacke: Merinowolle, nach eigenem Design

Bis demnächst, eure Zuzsa

 

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MeMadeMittwoch mit Anna Nr.2

Ich hoffe ihr langweilt euch nicht, wenn ich euch heute gleich wieder eine Anna präsentiere …

Der Schnitt ist so wunderbar schnell genäht, dass er geradezu zum Reihenähen einlädt, vor allem wenn insgesamt gerade wenig Zeit zum Nähen übrig bleibt. Womit ihr gleich vorgewarnt seid, denn eine Nr. 3 habe ich gerade noch unter der Nadel. 😉

Diesmal habe ich einen auberginebraunen Baumwollstoff mit weißen Quadraten ausgegraben, der ein sommerlich luftiges Kleid geworden ist, das ich bestimmt ganz oft tragen werde.

Schnitt: Anna / By Hand London

Stoff: Vintage

Änderungen: Wie beim letzten Mal ist der Rock nicht original, sondern ein Tellerrock und auch das Oberteil habe ich ein wenig für mich abgeändert und die Abnäher gut 2 cm nach oben verlängert. Ganz perfekt sitzt es noch nicht, aber es ist auf einem guten Weg und das Oberteil rutscht nicht mehr so nach hinten wie bei Anna #1.

Jetzt schaue ich noch schnell beimvorletzten MeMadeMittwoch vor der Sommerpause vorbei und bestaune die Kreationen der anderen Ladys …

Liebe Grüße, eure Zuzsa

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Sommerloving Seventies

Wenn man wie ich viel Vintage näht, treibt einen immer mal wieder die Frage um, in welches Jahrzehnt man eigentlich am besten passt. Und seit einer ganzen Weile muss ich mich der „harten“ Wahrheit stellen, dass ich selbst nicht so ganz in die coolen 50er Jahre passe, deren Eleganz ich nichtsdestotrotz verehre, sondern eher der kleinen Cousine der 50er Jahre, den 70er Jahren zugeneigt bin. 😉

Besonders wenn ihr noch auf der Suche nach schönen Sommerkleidern seid, lohnt sich ein Blick in die 70er Jahre. Viele Schnitte sind erstaunlich „modern“ und lassen sich heute ganz wunderbar tragen. Zudem gab es Ende der 70er ein 50er Jahre Revival und viele Kleiderschnitte greifen die Linie der Petticoatkleider in etwas modernisierter Form wieder auf. Zeit, ein bisschen Überzeugungsarbeit für die 70er zu leisten!

Ihr wollt

  • gut passende & leicht umsetzbare Schnitte?
  • eine große Auswahl an Fertigschnittmustern (erspart das lästige Abpausen 😉 )?
  • Vintagevibe ohne gleich kostümiert zu erscheinen?
  • weibliche Schnitte, schöne Kleider & gut tailierte Jacken und Kostüme?
  • Schnitte zum kleinen Preis?

Dann sind die 70er Jahre, DAS Jahrzehnt für euch! 🙂 Die Auswahl an Vintage Fertigschnitten und Heften ist groß und in den meisten Fällen sind die Schnitte wesentlich erschwinglicher als die 50er Jahre Originale.

Die abgebildeten Modelle findet ihr in den Burda Heften 1973, 1974

Auch wer auf der Suche nach modernen Schnitten ist, wird fündig, denn auch den einen oder anderen coolen Overall kann man entdecken.

Die abgebildeten Modelle findet ihr in den Burda Heften 1977, 1978

Und falls ich euer Herz für dieses schöne Jahrzehnt gewinnen konnte, gibt es zum Dank ab heute im Zuzsastyle Shop in einer Sonderaktion viele tolle 70er Jahre Sommer-Schnittmuster-Hefte aus meiner Sammlung zum reduzierten Preis von 7 Euro! Die Aktion ist gültig bis zur Sommerpause am 12.August! Schaut vorbei, ich freu mich auf euch!

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Die Lady mit den Feuerhänden

Mein Liebster baut unter Hot Hand Guitars Blues-Guitarren nach dem Vorbild der legendären Gibson L-0. Und so eine Vintage Guitarre braucht natürlich auch ein vintagiges Logo … et voila! Die Vorlage stammt von mir und ich bin nicht ganz unstolz auf die Lady mit den Feuerhänden! 😉

Gestrickt und genäht wird hier natürlich auch noch, auch wenn ich gerade so überhaupt nicht hinterherkomme mit dem dokumentieren …

Seid lieb gegrüßt eure Zuzsa

 

 

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