Schnittmusterfunde

Was ich ganz besonders mag, ist auf der Jagd nach alten Schnittmustern unbekannte und seltene Schnittfirmen zu entdecken. Oder habt ihr schon mal vom Schnittmuster Atelier Tilde von Diepen Düsseldorf gehört? Mal ganz abgesehen davon, dass der Schnitt ganz hinreißend ist!

translation: I love to discover new (to me) pattern companies from the past! This time I got a lot of them in one package. Do you know some of them?

Oder von womens realm aus den 70ern?

Okay, die kenne ich … Ringier Moden ist eine in der Schweiz beheimatete Schnittmusterfirma, die großartig illustrierte Hefte herstellte. Die Schnitte sind nicht minder schön, finde ich! …

aber was ist mit Olympia Schnittmuster Wiesbaden?

Jolymode? Ebenfalls ein Schweizer Unternehmen, dass mir trotzdem bisher nur im englischsprachigen Raum begegnet ist.

Oder gar die Junge Dame?

So ziemlich alle diese Firmen sind mittlerweile untergegangen oder von größeren Unternehmen  aufgekauft worden. Trotzdem ist es spannend, dass es besonders in den 50ern eine reiche Szene an „Indie“Schnittmusterfirmen gab. Sicherlich begünstigt durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch im 2.Wk. haben ziemlich viele Firmen in Ost und West versucht auf dem Schnittmustermarkt Fuß zu fassen. Burda war da nur ein Verlag von vielen. In den 60ern und 70ern flaut die Diversität nach meiner Beobachtung im deutschsprachigen Raum zusehends ab und Burda setzt sich als marktbeherrschend durch. Selbst große ausländische Konkurrenten wie Simplicity stellen in dieser Zeit ihre deutschsprachigen Produkte ein.

Aber das nur am Rande … was haltet ihr von diesen Schönheiten? Habt ihr Favoriten? Ich kann mich kaum entscheiden!

Da mir viele von diesen Mustern leider zu groß oder zu klein oder was auch immer sind, wandern einige von ihnen in meinen Shop! Schaut schnell vorbei, wenn euch der eine oder andere Schnitt gefällt.

Mit liebsten Grüßen, eure Zuzsa

 

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Hoffnungslos romantisch …

Ein Schlafanzug, hoffnungslos outdated, nostalgisch, romantisch (bitte sucht euch das passende Adjektiv aus) steht schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste. Ein Schlafanzug überhaupt, um endlich mal den übergroßen TShirts den Rang abzulaufen und ein altmodischer im speziellen, weil ich auch wiederrum seit Ewigkeiten meine kleine Sammlung Wäschehefte aus den 50er bis 70er Jahren anhimmele. Außerdem hatte ich ja vor einer ganzen Weile schon angedeutet, dass es mir beim Nähen zunehmend darum geht über meinen kleinen Tellerrand hinaus zu nähen. Verspielt romantisch aufwendiges steht da ganz oben auf der Liste.

So einen Schlafanzug wie diesen findet man eigentlich so ziemlich in jedem Jahrzehnt seit den 50ern irgendwo und wahrscheinlich lehne ich mich noch nichteinmal weit aus dem Fenster, wenn ich sage, seit der Jahrhundertwende. Selbst in den 80ern taucht er zitateweise wieder auf.

Kletterpartie für die Rückenansicht

Entschieden habe ich mich letztlich für ein 60er Jahre Exemplar aus einem Burda Wäschesonderheft (Nr.149, o.D.) inklusive Rüschen und zarter Spitze. Der Stoff stammt aus meinem Kofferfund und ist wahrscheinlich selbst aus den 50er Jahren.  Ich könnte mir keinen zarteren, hautschmeichlerischen Baumwollstoff vorstellen. Ein Traum von einem Wäschstoff!

translation: A helpless nostalgic pyjama …  ever wanted one! And love it! The pattern is a 60s gem from a Burda special issue containing mainly sleepwear pattern. You can easiliy find those pattern throughout the 50s and 60s and then again in th 80s so they are somewhat timeless with a little turn of the century vibe.

Bis bald, eure Zuzsa

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Brot & Butter 2

Heute ist das zweite Treffen beim Brot & Butter nähen von siebenhundertsachen und ich habe erstaunlicherweise wirklich schon das erste Teil kompett fertig. Es ist allerdings in schönster Umkehr meiner eigentlichen Pläne der letzte Punkt auf meiner Nähliste: der Schlafanzug! (Gut, dass ich gerade bei siebenhundertsachen lese, dass es ein altbekanntes Phänomen ist, dass sich die Außenseiter nach vorne drängeln  :) …)

Nach vorn gerückt ist der Schlafanzug aber vor allem deshalb, weil ich ein wenig Ablenkung von meinem Mantelprojekt brauchte. Der Mantel steckt gerade im Probestadium fest. An dem Punkt, wo er sehr vielversprechend aussieht, ich aber eigentlich noch die Schließung ausprobieren müsste, bevor ich mich dann an den Originalstoff mache … für mich eine klassische Hürde, um das Projekt aufzuschieben.

Für dieses hübsche, hoffnungslos romantische Teil nach einem Burda Originalschnitt aus den 60er Jahren (genauaer Burda SH 149) habe ich sogar meine tiefsitzende Abneigung gegen das Abpausen und noch schlimmer das Benahtzugaben von Schnitten überwunden! Weitere Fotos gibt es demnächst, heute soll es aber erstmal um den Stand der Brot und Butterprojekte gehen …

Auf gutem Weg, aber noch nicht komplett fertig, ist Nummer eins der beiden Kleider. Ich habe zunächst Simplicity 1880 angetestet, nur um festzustellen, dass ich das Oberteil an mir gar nicht mag. Der rote Viskosestoff, den ich ausgewählt habe, tat sein übriges, um den Schnitt scheitern zu lassen. Synthetikstoffe stellen mich ja oft vor ein Rätsel. Sie scheinen so schön weich und fließend zu sein und wenn man sie dann in Falten legt sträuben und beulen sie sich was das Zeug hält!?!

Da ich aber schon ein bisschen mit dem Scheitern von Simplicity 1880 gerechnet habe, habe ich auch schon einen Alternativplan parat: ich kombiniere den roten Rockteil mit einem altbewährten Hemdblusenschnitt (ein abgeänderter McCalls 6696) in einem schönen Kontraststoff aus den 50er Jahren. Der Stoff ist vom Weihnachtshemd meines Liebsten übriggeblieben. Wir könnten also bald im feschen Partner auftreten  … ich glaube, darauf freut sich der Liebste ganz besonders. 😉

Stoffe für ein zweites und vielleicht sogar drittes Kleid im Hemdblusenstil und den Mantel liegen schon bereit, allerdings habe ich festgestellt, dass ich akuten Mangel an blusenfähigen Stoffen habe. Ich hoffe sehr, dass mir da in nächster Zeit noch ein paar schön fallende Baumwollstoffe über den Weg laufen.

Stoff für Kleid/ Mantel/ Kleid

Alles in allem kann ich also nicht mekkern und ich bemerke überraschenderweise, dass ein Plan, der mehrere Projekte enthält  für mich viel leichter zu verfolgen ist als ein Single Piece Sew Along.

Mit liebesten Grüßen, eure Zuzsa

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Brot & Butter Nähen

Siebenhundertsachen lädt zum Brot & Butter nähen ein, tragbare Sachen für den Alltag sind gefragt und Mut Lücken im Kleiderschrank zu füllen.

Heute geht es erstmal um eine Bestandsanalyse … was trage ich eigentlich ständig im Alltag und was fehlt mir dringend?

Alltag ist für mich vor allem was ich zuhause trage und womit ich mich auf die Straße traue, denn auf Arbeit trage ich Dienstkleidung. Das macht es für mich ein bisschen einfacher, weil ich mich an keine Konventionen oder Farbvorgaben halten muss und ganz sprichwörtlich das tragen kann, was mir gefällt.

Tragen tue ich vor allem Röcke kombiniert mit einem hübschen Oberteil. In Kleidern fühle ich mich allerdings auch sehr wohl. Leider tendiere ich aber dazu mir die meisten für „gut“ aufzuheben, weil nicht allzu viele in meinem Kleiderschrank hängen.

Das ist z.B. ein ziemlich typisches Winteralltagsoutfit für mich.

Da wäre also die erste Lücke … ein oder zwei alltagstaugliche Kleider. Gerne aus einem robusten und bequemen Webstoff. Und wenn es schon zwei werden sollen, dann auf jeden Fall ein Kleid in uni, damit es gut zu kombinieren ist. Beim Durchforsten meines Stoffvorrates fielen mir auch schon 2 passende Kandidaten in die Hände, ein dunkelroter Viskosestoff und ein Karoflanell, der bestimmt ein wunderbar kuscheliges Kleid ergibt. Beide passen gut zu meinen vorhandenen Strickjacken, könnten also vom Fleck weg getragen werden.

Was mir dann noch wirklich fehlt, ist ein  Mantel. Jacken und Mäntel stehen ja dieses Jahr großgeschrieben auf meiner Nähwunschliste. Ich habe mich auch schon für einen relativ einfachen Vintageschnitt mit Kapuze entschieden, sodass die Mantelgeschichte hoffentlich kein Mamutprojekt werden wird.

Und falls dann noch Zeit ist, wünsche ich mir noch ein oder zwei Blusen. Ich habe einige Kurzarmblusen, die mir im Winter aber solo zu kalt und unter der Strickjacke zu sperrig sind. Deshalb wünsche ich mir ein oder zwei mit Dreiviertelarm.

Und sollte die Liste dann nicht schon lang genug und eigentlich kaum zu schaffen sein, (aber man darf ja mal träumen), würde ich mir noch einen Schlafanzug und einen weiteren Kimono nähen. Klingt vielleicht ein bisschen exotisch fürs Brot & Butter Nähen, aber meine beiden Kimonos trage ich zuhause ungelogen fast jeden Tag. Für mich ist es ein tolles Kleidungsstück, dass mich nicht einengt und trotzdem kuschelig warm hält.

So aneinandergereiht klingt das ersteinmal richtig viel, aber da die meisten Stoffe auch schon bereit liegen, kann es eigentlich sofort losgehen und ich bin  zuversichtlich, dass ich mit Unterstützung des sew alongs einiges schaffen werde.

Liebste Grüße, Eure Zuzsa

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Einkaufen um die Jahrhundertwende

Mir ist da dieser großartige alte, von Silberfischchen zerfressene Versandkatalog ins Haus geflattert …

August Polich, Hoflieferant, Leipzig, gegründet 1866, Spezialgeschäft großen Stils

… Lust auf eine kleine Shoppingtour?

translation: This is a beautifull german advertise published in the year of 1911. You can buy everything from fabrics and haberdashery to georgous gowns and paletots simply by mail. Want to take a shoping tour with me?

Naturgemäß führt uns unser erster Weg in die Stoffabteilung … Pröbchen gefällig?

Um dann direkt in die Damenabteilung einzuschwenken …

… garnierte Kleider, gemusterte Paletots, Fichus und Jackenkleider sind in dieser Saison aktuell …

… ein neuer Rock soll es auch noch sein, der mit den Blümchen ist doch allerliebst für das Damenkränzchen im Grünen …

… sowie ein Blüschen fürs Töchterlein.

Und dann doch nocheinmal die Bademode begutachten. Wie kurz die Hosen mittlerweile geworden sind!

Den Mann nicht vergessen …

… der freut sich vielleicht auch über ein Bärenfell (imitiert?)? Aber beachten Sie, Gebisse können wir ihnen leider nicht zur Probe übersenden!

Womit wir in der Möbelabteilung angekommen sind. Viel zu kurz war dieser Rundgang und soviel gäbe es noch zu sehen … ich hoffe er hat euch trotzdem Freude bereitet.

Hochachtungsvoll, eure ergebenste Zuzsa

 

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