MeMadeMittwoch im Herbstlaub Blouson

Kann man im Frühling Herbststoffe tragen?!? Da der Frühling seinem Namen bisher keine Ehre machte, habe ich beschlossen: man kann! Dass ich mich in den Bomberjackenschnitt von Stoff&Stil (Nr. 24028) verliebt hatte und dringend meine Jackenstoffe im Rahmen der Stoffdiät abbauen möchte, sind zwei weitere gute Gründe. 

Und außerdem ist heute MeMadeMittwoch, da darf man eigentlich mit Stolz alles tragen, Hauptsache es ist selbstgemacht 😉 …

Aufgegabelt habe ich den Stoff bei einer Versteigerung auf ebay. Die Füllwatte ist nicht allzu dick, sodass der Stoff sich sehr gut für den Übergang eignet. Innen habe ich der Jacke ein knallrotes Satinfutter spendiert, von dem man skandalöserweise auf den Fotos gar nichts sieht.

Im Gegensatz zu meinem letzten Blousonjackenversuch mit „Jean“ von LaMaisonVictor bin ich sehr zufrieden mit dem Sitz dieser Jacke. Die Weite ist ideal für mich und auch die Sitzhöhe stimmt. Zwei Punkte, die bei LMV „Jean“, die Zugbänder statt Bündchen verwendet, nicht richtig für mich hingehauen haben. Und die ich deshalb trotz des schönen Stoffes kaum getragen habe. Da ich den Stil aber sehr mag, bin ich ziemlich froh einen guten Schnitt gefunden zu haben.

Puristisch ist die Blousonjacke in den Details: es gibt keine. Aber Taschen, Innenfutter etc. kann man sich im Zweifelsfall auch selber dazu konstruieren, finde ich, und manchmal ist man für schnelles, unabgelenktes Nähen ja durchaus dankbar. 😉 

Das  Kleidchen ist wieder mein Latzkleid nach einem Ullstein Vintage Schnitt und ihr findet Details in diesem Post

Jetzt aber schnell rüber gehuscht zum MeMadeMittwochBlog …. Bis bald, eure Zuzsa

 

 

FJKA 2018 / Das Frühlingsjäckchen Finale

Hallo ihr Lieben, ich wünsche euch ein schönes Osterfest! Heute treffen wir uns zum Finale des FrühlingsjäckchenKnitAlongs 2018! Ich bin sehr gespannt, was für schöne Kreationen entstanden sind und ob alle so zufrieden mit ihren Jäckchen sind, wie ich? Sylvia und Malou strahlen in ihren tollen Jacken auf jeden Fall vor schneebedeckter Kulisse. Vielen Dank für die Organisation, ihr beiden!

Mehrer Wochen habe ich fleißig mit Nadelstärke 4 geklimpert und entstanden ist ein cooles Kuscheljäckchen zum Drüber- oder Drunterziehen. Ich bin ziemlich froh, dass ich bei den derzeitigen Temperaturen kein luftiges Lacejäckchen gestrickt habe und konnte so die Jacke tatsächlich auch schon mehrmals ausführen. 

Am Karfreitag war es in der Sonne schon warm genug für einen Spaziergang im Strickjäckchen.

Inspiriert haben mich ganz zweifelsohne die 70er Jahre und der Wille unbedingt irgendwo diese phänomenale, strahlende, senfgelbe Wolle unterzubringen, die normalerweise nicht wirklich in mein Farbschema fällt. Der Versuch ist geglückt, würde ich sagen! Ich liebe mein Harlekinjäckchen! 🙂 

Gestrickt habe ich der Nase nach: im Raglan mit 4er Nadeln und der Stoff&Stil Wool (50g senf, 50g weiß) und Baby Wool (500g braun, 100g heide). Letztere habe ich doppelfädig verarbeitet.

Eine Schließung hat das Jäckchen nicht, da ich es sowieso offen tragen möchte. Im Zweifelsfall  und im Fall der Fälle kann ich den Ausschnitt immer noch mit einer meiner Holznadeln feststecken. 

Beim Latzrock handelt es sich um diese 60er Jahre inspirierte Kreation

Sammelt fleißig Ostereier! Mit lieben Grüßen, Zuzsa

Stoffdiät / Update März

Noch schnell das Update für die Stoffdiät. Wie lief es im Februar und März? Nicht schlecht … Mein Plan geht auf und ich habe ganz viele Stoffe NICHT gekauft. Schulterklopf! :)))

Zum anderen habe ich gut 6,5 Meter Stoff aus meinem Stash zu 2 Blusen (je 1,5 Meter) und einem Blouson (3,5 m) für die Übergangszeit verarbeitet. Für all diese Teile musste ich nichts dazukaufen und endlich wurde auch mein Vorrat an Jackenstoffen angeknabbert.

vernäht: 6,5 m

dazu gekauft/geschenkt: 6 m

verkauft: 6,2 m

Allerdings habe ich auch 2,5 m des schönen Kirschblütenstoffes, den ich für eine Bluse vernäht habe, nachgeordert, um mir das LaMaisonVictor Kleid“Jewel“ zu nähen. Der Viskose war einfach zu schön! Das ist insofern ok als das Projekt geplant und der Stoff auf meiner Nähliste stand. Allerdings hüpften dabei noch 1,5 m Vogel-Viskose-Schnäppchen-Stoff mit in den Warenkorb. Seufz! Das heere Ziel im ersten Quartal nur einen Stoffkauf zu tätigen, habe ich damit um einen Stoff verfehlt. Trotzdem bin ich ziemlich stolz auf mich. Außerdem bekam ich 2 Meter Strickstoff für einen Cardigan geschenkt, sodass meine Näh-Kauf_Bilanz relativ ausgeglichen aussieht. 

Über die ersten drei Monate hat sich damit auch meine größte Schwachstelle offenbart: Blumenstoffe und Vogelstoffe. Da zuckt der Bestellfinger schon mal völlig unüberlegt. Andrerseits fehlen aber interessanterweise genau diese Stoffe auch in meinem stash, wahrscheinlich weil sie nicht so leicht zu bekommen sind.

Soviel zur Bilanz. Was Frau Küstensocke allerdings diesen Monat besonders interessiert, ist der Umgang mit Gruselstoffen. Richtige Schockerstoffe habe ich eigentlich nicht,. Ich stehe auch zu den schrägen Stoffen, die ich mir aussuche. 🙂

Meine Lösung für ungeliebte Stoffe ist in der Regel Färben oder Verkaufen. 

Das habe ich im März gleich umgesetzt und drei wegen ihrer Qualität gehortete Stoffe mit Simplicol-Farben Braun überfärbt. Der Ausgang ist allerdings immer etwas ungewiss. Auch dieses Mal rangierten die Ergebnisse zwischen großartig und Putzlappen. Den Putzlappen, rechts im Bild, der leider vorher auch nicht viel hübscher war, habe ich inzwischen weggegeben. Aus einem petrolfarbenen Viskosetwill (?) ist ein sehr schöner waldgrüner Stoff geworden, (viel farbintensiver als auf meinem Winterlicht-Foto zu erahnen ist) aus dem ich mir ein Hemdblusenkleid nähen möchte und bei Nummer 3, einem kuscheligen Wollkaro, bin ich noch ein bisschen ratlos und warte auf Inspiration. Fazit: Färben ist ein Glücksspiel, aber manchmal lohnt es sich wirklich. 

Ich bin sehr motiviert für die nächsten Monate Stoffdiät und schaffe es dann vielleicht auch pünktlich in die Linkliste 😉 …

Liebe Grüße, Zuzsa

 

 

 

FJKA 2018 – 2ter Zwischenstand

Gute Aussichten beim Frühlingsjäckchen …

Mittlerweile habe ich den unteren Saum abgekettelt. Trotz „Überlänge“, zumindest für meine Verhältnisse, war der Saum super schnell erreicht. So schnell, dass ich beinahe weit übers Ziel hinausgeschossen wäre und einen Longmantel produziert hätte. 😀

Überraschend ist, dass ich noch jede Menge Wolle übrig habe. Wenn ich Lust habe, stricke ich mir aus den Resten ein paar Stulpen. Wenn nicht, habe ich schon mal die passenden senffarbenen Socken …

Die Farbkombination und die zweifarbigen Ärmel kommen auf jeden Fall überall wohin ich mein Strickzeug mitnehme gut an. Jetzt muss ich nur noch fleißig an den Blenden weiterstricken. Bündchen stricken, ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber das Jäckchen bald tragen zu können, motiviert mich ungemein. Mal schauen, wie weit meine Mitstreiterinnen beim FJKA 2018 sind? 

Liebe Grüße, eure Zuzsa

FJKA 2018 / Zwischenstand

Das Frühlingsjäckchen wächst und gedeiht …

…mittlerweile ist der erste Ärmel in senfgelb fertig und ich springe für ein bisschen mehr Abwechslung zwischen dem Stricken des zweiten Ärmels und des Rumpfes hin und her. Erwähnte ich, dass der zweite Ärmel heidefarben ist? 😀

Zwischendurch hatte ich ein bisschen Angst, dass die Wolle vielleicht nicht reichen würde. Ich stricke ja eher selten lange Strickjacken und habe deshalb großzügig gekauft. Zwischendurch war ich dann aber doch etwas unsicher. Mittlerweile habe ich weniger als die Hälfte meines Vorrats an Braun verstrickt und bin ich ganz sehr optimistisch. Auffällig finde ich, wie unterschiedlich sich verschiedene Farben der gleichen Qualität, baby wool von Stoff&Stil, anfassen. Das Braun ist vor dem Waschen eher steif und ein bisschen kratzig, das heidefarbene dagegen superweich. 

Mal schauen, wie es den anderen beim FJKA 2018 so ergeht?!? Lasst die Nadeln klappern! Eure Zuzsa