Ich wär gern alles was ich will …

Michou hat sich ja in letzter Zeit ganz oft mit dem Thema auseinandergesetzt … was will ich tragen? wie ändert sich mein Stil? und wie geht das alles mit den vielen Facetten meiner Persönlichkeit zusammen? Mal abgesehen davon, dass ihre Stilbeiträge immer besonders lesenswert sind, ist das auch eine Frage, die mich in letzter Zeit ein wenig umtreibt.

Die letzten paar Jahre habe ich vor allem genäht, um meinen Kleiderschrank mit tragbaren Basiselementen zu füllen. Und solange es vor allem um Masse und einen schnellen Trageerfolg geht, war es super hilfreich sich an einem konkreten Stil zu orientieren. Das ist bei mir ein heftig 70er inspirierter 50er Jahre Stil. Das ist ein Schuh, der mir passt oder den ich in den letzten Nähjahren für mich passend gemacht habe und jetzt … wird er ein kleines bisschen langweilig.

Bedarfsorientiertes Nähen ist ja schön und gut, aber so richtig Spaß macht das Nähen doch erst, wenn man die wilden Phantasiegespinste umsetzt, die einem im Kopf herumschwirren. Ein rosafarbener Tüllpetticoat? Ein bodenlanges wild gemustertes 70er Jahre Maxikleid? Ein Kimono? Warum nicht.

Die Entwicklung ist bei mir neu. Mir zu erlauben, auch unpraktisches und exzentrisches zu nähen, und geht wohl auch mit der Entwicklung einher, dass ich einfach schneller und sicherer im Nähen geworden bin. Was ich aber auch beobachte ist, dass mir das „Verkleiden“ und Fotografieren für den Blog großen Spaß macht, dass es mir Spaß macht die Facetten meiner Persönlichkeit auszuloten und dass ich paradoxerweise auch im Alltag viel mutiger werde, diese Seiten an mir zu zeigen. Insofern ist mein Blog zunehmend die Spielwiese, auf der ich Dinge ersteinmal ausprobieren kann, bevor ich damit auf die Straße laufe. Auf der ich Persönlichkeiten anprobiere und schaue, ob sie zu mir passen. Digital ist eben immer noch was anderes als in echt.

Vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass ich erst relativ spät angefangen habe mich mit Klamotten auseinanderzusetzen. Da bin ich wohl ein Kind der 90er Jahre und der Alternativ & Grungewelle. Klamotten waren ganz lange was für Tussis! Persönlichkeit eine Facette des Intellekts und nicht des Aussehens! Aber man wird älter, weiser oder vielleicht dreht sich auch die Welt schlichtweg ein bisschen weiter … und irgendwann habe ich festgestellt, dass Klamotten eben doch wirken. Nicht nur auf andere Menschen, sondern auch auf den Träger. Dass sie eine Krücke sein können, für das, was so in einem schlummert.

Das ist auch etwas, was ich in anderen Blogs spannend finde: der Blick auf die Person in den Klamotten. Da ist es mir ehrlich gesagt auch völlig egal, ob es mein geliebter Vintagestil ist, den diejenige favorisiert oder ein ganz anderer.

Insofern, seid mutig! Liebe Grüße, eure Zuzsa

P.S. Das Bild, dass ich ausgewählt habe, ist schon etwas älter und in einer Fotosession für die Band entstanden. Will will kann gerne hier nocheinmal reinhören.

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Kimono Nr.2

Ich hatte ja schon angedeutet, dass meine Liebesgeschichte mit dem Kimono nicht so schnell zuende sein wird.

Der Stoff ist ein langgehegtes Schätzchen aus der Patchworkecke meines Stoffladens, der wegen seines unglaublich schönen Rottons mein Herz erobert hatte. Allerdings habe ich gefühlte Ewigkeiten hin und her geschwankt, was ich aus dem Stoff nähen will.

Der Kimono steht dem Stoff sehr gut finde ich. Er ist dicker und steifer als Nr.1 und eher für kühlere Tage geeignet. Beim Fotoshoot wurde mir jedenfalls ordentlich warm …

… vielleicht aber auch weil mir Das Fotografieren diesmal soviel Spaß gemacht hat. Ihr Lieben, ich empfehle euch ganz dringend einen Fächer als Fotoaccessoire! Man kommt auf die wildesten Posing Ideen!

 

Das letzte Bild wurde speziell für den Mann meines Herzens aufgenommen. Dessen Idee eines perfekten japanischen Accessiores waren seine heiligen Dozuki-Sägen …  entscheidet selbst, ob er recht hat! 😉

Quelle dragon free vector grafic

Die furchtbare Manga-Krieger-Prinzessin schaut jetzt noch schnell beim MeMadeMittwoch vorbei …

Sayonara, eure Zuzsa

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Summer in the city

Am Wochenende kommt die Hitze zurück und mit ihr mein neues Sommerkleid …

Das Kleidchen erfüllt gleich zwei Zwecke. Es ist luftig, leicht und kurz und es passt mit seinen dunklen Tönen ins Farbschema meines Chors. Dort ist Blau angesagt und das ist nicht gerade eine Farbe, die sich in Massen in meinem Kleiderschrank findet. Damit ich nicht immer auf den gleichen  Jeansrock zurückgreifen muss, – wird ja irgendwann auch den Zuschauern langweilig – nähe ich deshalb gerade ein bisschen abseits meines gewohnten Farbschemas.

Und weil ich alte Stoffe mag und es viel zu Schade finde, Dinge wegzuwerfen, auch wenn sie schon mal vernäht worden sind, war das Kleid eigentlich mal ein Rock.  Mit Größe 44 für mich ein bisschen zu groß, aber mit mehr als genug Stoff für ein kurzes Kleidchen nach einem 70er Jahre Vintage Schnitt. Spitze inklusive. Und natürlich habe ich die Vorher-Fotos vergessen! Interessiert euch ein Vorher-Nachher-Vergleich? Dann denke ich vielleicht bei der nächsten Stoffrettungsaktion daran.

Jetzt bin ich aber neugierig, was die anderen MeMadeMittwochlerinnen diese Woche so genäht haben und klicke rüber ins MeMadeMittwochBlog.

Bis bald, eure Zuzsa

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MeMadeMittwoch im Kimono

Konichiwa!

Ein Kimono?!? Yep! Schon seit ganz langer Zeit bin ich von dem traditionellen japanischen Gewand fasziniert. Ich glaube, das allererste Mal ist es mir bei den Impressionisten aufgefallen. Das muss noch in meiner Schulzeit gewesen sein. Die wunderschönen, lässigen Frauen der Maler trugen gerne Kimonos und die Impressionisten porträtierten sie gerne darin. Wahlweise durfte es auch ein Fächer sein, aber das Zusammenspiel von Farben und Formen fand ich unwiderstehlich. Wer Lust hat stöbere für Bildmaterial in meiner pinterest Liste zum Thema …

Ein Kimono hat für mich etwas verruchtes, erinnert mich an die Jahrhundertwende und das wilde Leben der Bohemian, (obwohl natürlich auch die braven Bürger vom exotisch japanischen fasziniert waren.)

Und wen das noch nicht überzeugt: ein Kimono ist so ziemlich das praktischste Hauskleid, dass man sich vorstellen kann. Sieht gut aus, wärmt und gibt dem Alltag den Touch des Besonderen.

Mein erster Kimono ist aus mausbrauner Baumwolle. Man muss sich ja langsam rantasten an das wilde Leben! Teetrinken schien mir da schon mal ein guter Anfang zu sein! 😉

Es ist natürlich kein klassischer Kimono nach allen Regeln der Kunst, obwohl ich mich bemüht habe, die klassische Form durchscheinen zu lassen und mehr als einen Überwurf zu fabrizieren. Für alle die Lust zum Nachnähen bekommen haben, meine Vorlage war diese Vintage Anleitung, aber ich werde mich bestimmt in nächster Zeit noch mehr mit dem Kimono beschäftigen und euch ein paar Nähdetails berichten.

Jetzt geht es aber ersteinmal zum MeMadeMittwoch, in dessen Rahmen dieser Beitrag veröffentlicht wurde …

Translation: Heavily inspired by turn of the century artists I created my very first kimono. This is the vintage pattern I refered to.

Liebe Grüße, Zuzsa

 

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Nähpläne

Für alle die auf ein Strickmuster für den hübschen grünen Cardigan warten, habe ich gute Nachrichten. Ich stricke gerade an Nummer zwei, diesmal in der Farbe „eichhörnchen“ und schreibe fleißig die Anleitung mit ….

Außerdem habe ich endlich wieder den Kopf frei zum Nähen! Arbeiten war in letzter Zeit etwas anstrengend und abends war ich einfach zu platt, um einen vernünftigen Nähgedanken zu fassen. Aber jetzt ist es wieder besser und angesichts der Temperaturen, habe ich beschlossen mir ein luftiges Sommerkleidchen aus einem alten Rock zu nähen. Getrennt habe ich schon mal …

… ist das Muster nicht toll? Mit Größe 44 ist mehr als genug Stoff für ein Trägerkleidchen nach einem Vintage Schnitt da und die süße Spitze am Rand möchte ich gern erhalten.

Und dann steht nebem dem schon erwähnten Sommermantel auch noch ganz unbedingt und schon langersehnt ein Kimono auf dem Nähprogramm.

Wir sehn uns hoffentlich bald mit ersten Ergenissen! Liebe Grüße, Zuzsa

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