12 Letters of handmade fashion mit Mantel Nummer 1

12 Letters of handmade fashion ist diese supercoole Aktion, die gerade läuft. Für diesen Monat hat Koko von golden cage das O gezogen und ich kann endlich einmal mitmachen, denn just in time habe ich ein O wie Oberbekleidung genäht, der Mantel auch bekannt als Oh, mein Gott! Ladys, I did it!

Ein bisschen fühle ich mich als hätte ich einen Drachen erlegt (dreiköpfig, mindestens!), denn mein allererster Mantel ist fertig, nachdem ich in den letzten Jahren schon einzwei erfolglose Anläufe im Jackennähen gamacht hatte! Ein klitzekleines bisschen kommt der Mantel zur Unzeit. Die aktuellen Temperaturen schreien nicht wirklich nach dicker Oberbekleidung, aber da es ein Übergangsmantel ist, kann ich ihn an kalten Frühlingstagen und -abenden sogar noch ausführen.

Ich habe mich für den simpelsten Schnitt überhaupt entschieden, den ich in meinen Vintage Burdas finden konnte. Außer Prinzeßnähten ist nicht viel dran, aber das Innenleben macht einiges her: fast alle Teile sind verstärkt, gefüttert oder unterpolstert. So ein Mantel ist ein guter Lehrmeister in Sachen Geduld.

Allein die umwerfende Kapuze war die ganze Arbeit Wert!

Der Stoff ist ein mittelschwerer Fischgrat in beigebraun, den ich mittels schwarzem Tee ein klitzekleines bisschen dunkler gefärbt hatte. Ich habe ihn bis auf das allerletzte Fitzelchen aufgebraucht, deshalb hat er auch diese etwas unprofessionellen Patchworklinien im Besatz 😉 …

Und bin ich zufrieden? Für den ersten Mantel? Ja! Obwohl ich jetzt schon weiß, dass beim nächsten Exemplar ganz dringend ein bisschen mehr Taille und Silhouette her muss. Dieser hier ist herrlich unkompliziert, ein bisschen wie ein Dufflecoat, von dem ich mir auch den Verschluß mittels Lederschlingen abgeschaut habe.

Im ganzen ist er mir ein bisschen zu weit geraten und die eine oder andere Verstärkung sitzt noch nicht ganz wie sie soll (Stichwort Saum),  aber wer will meckern! Das Mantelnähen war bisher mein größter Erzfeind, also stoße ich heute fröhlich mit euch darauf an, eine große Hürde in meinem Schneiderdasein genommen zu haben!

Und falls sich irgendjemand fragt, was ich unter dem Mantel trage … ein leichtes Hemdblusenkleid aus Leinen. Eins der Kleider, die ich rauf und runter trage.

Bis bald, eure Zuzsa

 

 

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Wolle färben … erste Gehversuche mit Roter Beete und Zwiebelschalen

Ein bisschen ist es wie früher, als ich als kleines Mädchen kochen gespielt habe und Sand und Löwenzahn zu leckerem Brei verrührt habe. Die Brühe aus Roter Beete und Zwiebelschalen, die ich angerührt habe, sieht auf jeden Fall ähnlich appetitlich aus und riecht ähnlich erdig, wenn auch nicht unlecker.

Mit zwei langweiligen, alten Knäulen naturfarbener Sockenwolle habe ich heute meine ersten zarten Schrittchen im Wollefärben gemacht. Schließlich kann man nicht immer nur Ideen in pinterest anhäufen, man muss gelegentlich auch mal was ausprobieren. Und diese wunderbar erdigen Rottöne, die beim Färben mit Naturmaterialien entstehen können, faszinieren mich sehr. Nicht ganz unschuldig an meiner Experimentierfreude in dieser Richtung ist Mila von creaturesandcreations, die immer wieder schönes mit Naturfärbungen zaubert, und heute einen Sonntag voller Handarbeiten & Bücher veranstaltet. Schaut mal vorbei, es ist super spannend, was dort alles in Echtzeit entsteht.

Zunächst habe ich mich in die Lektüre des „Großen Handbuchs Natürlich Färben“ vom Topp-Verlag und diverser Internetseiten vertieft. Was mich am Handbuch ein bisschen irritiert hat, ist, dass das angeblich so natürliche Färben, dort nicht ohne die Zugabe von zum Teil giftigen Salzen abgeht. Das habe ich mir so eigentlich nicht vorgestellt und mich dann für eine experimentelle Methode entschieden, die zwar nicht so farbintensiv ist, aber ohne große Sicherheitsvorkehrungen in der heimischen Küche ausgeführt werden kann.

Mein Grundrezept heute war

Wolle zu Strängen wickeln und gut bedeckt 1/2 Stunde in 6% Essig einweichen

Die Färbelösung aus Roter Beete Knolle (wahlweise Saft) und Zwiebelschalen vorbereiten und gut 1 Stunde zusammen köcheln lassen

Die Stückchen ausseien und die Brühe abkühlen lassen

Die Wollstränge nacheinander 1 Stunde (oder länger) im Farbbad tränken, dabei vorsichtig bis 40 Grad  erwärmen (oder soviel wie eure Wolle laut Banderole zulässt). Immer wieder vorsichtig umrühren. Danach ausspülen und zum Trocknen aufhängen.

Beide Stränge haben ganz unterschiedlich reagiert. Während der eine (oben rechts im Bild) nur eine Nuance gelber geworden ist, hat der zweite einen warmen Rotbraunton angenommen, was sicher auf den unterschiedlichen Gehalt an Synthetikfasern zurückzuführen ist. Mein Farbsud war auch nur mittelmäßig intensiv und ich bin sehr gespannt, ob man mit einer kräftigeren Lösung intensivere Ergebnisse erzielen kann.

Was mich jetzt brennend interessiert, ist, ob ihr Lieben Ratschläge, Links oder gute Literaturhinweise für mich habt? Habt ihr selber schon einmal gefärbt, egal ob Wolle oder Stoffe, und würdet ihr es wieder tun?

Experimentierfreudige Grüße, eure Zuzsa

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Auf den Nadeln im April

… „Auf den Nadeln“ ist eine Linkaktion von maschenfein. Durch Zufall entdeckt und gleich begeistert mitgemacht, obwohl der Monat April ja schon fast wieder vorbei ist.

Ich habe immer noch mein Wickeljäckchen aus fairalpaka Sport in Herzblut (HF176) auf den Nadeln. Ein Stück über die Taille hinaus bin ich schon gekommen, aber durch das feine Garn geht es hier ungewöhnlich langsam vorran.

Sosehr ich das Garn und den entstehenden „Stoff“ mag, geht mir das glatt rechts Stricken mit Mininadeln dann doch ein kleines bisschen auf die Nerven. Vor einer ganzen Weile hatte meike von crafteln in einem Post dasselbe Problem angeschnitten: auch ein schönes Design kann mitunter etwas langweilig zu Stricken sein. Ich gebe zu, ein Lochmuster ist für mich schon allein dadurch motivierender beim Stricken, weil ich ganz klar nachvollziehen kann, wieviele Raporte ich schon geschafft habe. Das gibt das gute Gefühl voranzukommen. Ich glaube, das fehlt mir gerade ein bisschen, auch wenn ich nach wie vor finde, dass die schöne Wolle in glatt rechts perfekt zur Geltung kommt. Hier heißt es also, abwarten, Tee trinken und fleißig weiterstricken …

Deshalb habe ich ein weiteres Projekt angeschlagen, obwohl Simultanstricken eigentlich nicht so meine Art ist. Aus recycelter Wolle, Limbo von Schoeller, stricke ich einen hellgrünen Zwillingspullover zu diesem Projekt, das ich noch immer nicht für euch in voller Schönheit fotografiert habe, wie ich gerade feststelle. Hier geht es rasant voran und ich habe auch schon eine schöne Idee für die Ärmel, bei denen meine Wolle etwas knapp werden könnte.

Liebe Grüße, eure Zuzsa

 

 

 

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Was sonst noch geschah …

Jaja, mich gibt es auch noch … auch wenn ich die letzten Wochen blogtechnisch in einen Dornröschenschlaf gefallen bin und das Brot & Butter Finale grandios verschlafen habe. Die gute Nachricht ist aber, ich habe endlich begonnen meinen Mantel zu nähen. Ein paar letzte Nähte am Saum fehlen noch, dann kann ich ihn euch präsentieren, und vielleicht, wenn das Wetter weiterhin so kühl bleibt, sogar noch einzweimal tragen.

Was mich wirklich umgehauen hat, ist die Arbeit, die in das Innenleben eines solchen Nähstückes fließt! Vieles muss verstärkt werden, Oberstoff und Futter müssen verbunden werden und kleine Schulterpolster habe ich auch noch eingefügt. Zum Glück bin ich mittlerweile ein sehr geduldiges Schneiderlein!

Die Schulterpolster bestehen übrigens aus den halbierten Schaumstoffschalen eines aussortierten BHs ;). Sie sind dünn genug, um zwar Stand zu geben, aber nicht allzusehr aufzufallen und sind netterweise auch schon ein wenig vorgebogen, wodurch sie sich super der Schulterform anpassen.

Und weil ich Feuer gefangen habe, wartet auch gleich das nächste Jackenprojekt auf mich. Diesmal allerdings ein bisschen saisonnäher … eine Sommerjacke aus der Burda 6/2012. Die hatte Jenny von exclamation point vor einer ganzen Weile genäht und ich fand das Modell so super, dass ich es sofort auf meine Nähliste gesetzt habe.

Alles Liebe! Eure Zuzsa

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MeMadeMittwoch in Streifen

Hallo, ihr Lieben, willkommen zum MeMadeMittwoch. Diese Bluse zu nähen (ein Projekt des Brot&ButterSewAlongs), hat mir unglaublich viel Spaß gemacht! So ein Schnitt stand schon ganz lange auf meiner Nähliste, mindestens seit ich vor Ewigkeiten diese Bluse als Inspiration auf Pinterest gepint hatte. Viele Details, wie die verdeckte Knopfleiste sind aber erst während des Arbeitens entstanden.

Ausgegangen bin ich von diesem Neue Mode Schnitt aus den 70er Jahren. Den Brustabnäher habe ich aber in die Schulternähte verlegt und die Schluppe ganz einfach als Band zugeschnitten und gedoppelt. Außerdem habe ich die Armlöcher, die im Original unglaublich klein waren, mit einem Beleg versehen statt Ärmel einzunähen.

Schleife oder Krawatte? Beide Tragevarianten mag ich sehr gern.

Übrigens habe ich mich gefragt, ob die Schluppe wohl als weibliches Krawattenpendant entstanden ist? Ich verbinde sie sofort mit einer Sekretärin und könnte mir gut vorstellen, dass die Schluppe ebenso wie die Krawatte Professionalität sugerieren sollte. Kennt sich da jemand zufällig aus in der Modegeschichte? Ein kurzer Abstecher in die Weiten des Internets hat meine These zumindest kurz bestätigt, aber so richtig ausführliches konnte ich nicht finden.

Und weil ich gerade so in Fahrt war, habe ich nebenher noch schnell einen lang vermissten Rock nachgenäht. Das Original war mir vor einiger Zeit unreparierbar am Schlitz eingerissen, als ich beim Stühleklettern an der Türklinke hängenblieb (fragt nicht! 😉 ). Warum der Rock auf den Fotos hinten so beult, verstehe ich allerdings nicht, im Spiegel sieht alles gerade aus. Schlechte Haltung? Bügeln vergessen?

Schnitte & Stoff

Rock: Simplicity 7434, Vintage Cordstoff

Bluse: Neue Mode 1661, Vintage Viskose

Jetzt schaue ich schnell beim MMM vorbei, was die anderen Mädels heute so gezaubert haben. Bis ganz bald, eure Zuzsa

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