MeMadeMittwoch in Burda Bluse Nr.120

Die Bluse Nr. 120 aus der Burda 2/2009 und ich, ich glaube, wir werden sehr gute Freunde!!! 🙂

Lange genug hat es ja gedauert, bis ich das Modell endlich einmal ausprobiert habe. Das Heft, das übrigens gleich mehrere hübsche Blusenschnitte präsentiert, habe ich irgendwann gaaaaaanz am Anfang meiner Nählaufbahn erstanden und den Designerschnitt daraus genäht. Während die Onofri-Bluse mir mittlerweile ein bisschen zu niedlich ist, gefallen mir aus der Heftstrecke mit den blumigen Blusen- und Kleiderschnitten noch weitere Schnitte sehr gut.

Die im Heft gezeigten Modelle von Nr.120 sind beide aus Chiffon, – den ich persönlich nicht so mag, – aber wie erhofft, eignet sich der Schnitt super für weichfließende dünne Viskose. Ein Stoff, der seit letztem Jahr ein heißgeliebter Liebling geworden ist.

Die bordeauxfarbene Variante, die ich hier vernäht habe, ist von Stoff&Stil. Ein schönes Stöffchen, wie ich finde!

Viskose ist ja nicht unbedingt ein einfach zu verarbeitender Stoff. Der Flutschfaktor ist hoch, dafür garantiert sie aber oftmals auch einen schönen weichen Fall. Wenn man das bei der Wahl seines Schnittes ein bisschen im Auge behält und sich fitzelige Details lieber für eine stabile Baumwolle aufhebt und beim Bügeln immer schön ein Tuch zwischenlegt, hat man aber viel Freude an dem Stoff. Ich gestehe, ich ziehe Viskose jedem Jersey vor, aber die Geschmäcker sind da ja zum Glück verschieden. 😉

Der Rock, den ihr hier seht, ist ein alter Bekannter aus Fischgrat Wollstoff, aber die Strickjacke habe ich auch noch nicht gezeigt.

Es handelt sich um ein weiteres Wickeljäckchen nach eigenem Rezept aus Fair Alpaka. Dieses Mal in DK verstrickt und halb so lange gebraucht, wie beim letzten Mal aus Fair Alpaka Sport. Die Jacke ist so unglaublich kuschelig und warm, dass ich auch bei Schnee und Eis nicht friere, und dank des Schokoladenbrauns vielseitigst kombinierbar in meinem Kleiderschrank. Genau so ein Jäckchen habe ich gebraucht!

Was ihr diese Woche so gezaubert habt, schaue ich mir gleich einmal beim MeMadeMittwoch an! Heute verabschiedet sich Frau dreikah mit einem bezaubernden Pilvi Mantel/Kleid aus dem MeMadeMittwoch-Team. Grund nocheinmal an alle Organisatorinnen des MMM ein großes Danke hinüberzurufen! Man vergisst ja oft, wieviel Organisation & Kraft hinter den Kulissen eines Projektes steckt. Merci!!!

Eure Zuzsa

 

Weihnachtskleid Sew Along Zwischenstand

Ups, den letzten Zwischenstand des Weihnachtskleid Sew Alongs habe ich doch glatt geschwänzt, umso schöner, dass ich euch berichten kann, dass mit meinem Kleiderplan alles in guten Bahnen läuft und das, obwohl hier arbeitstechnisch noch recht viel los war.

Dank einer weiteren Näh-Session muss ich nur noch den Saum begradigen, der in den schon etwas älteren Fotos, die ich euch heute zeigen kann, noch so herrlich schief hängt.

Aber ein paar Details kann ich euch schon zeigen: Im Innern habe ich ein Tailienband (alias waiststay im englischen) aus schwarzem Samt an die Tailliennaht genäht. Das mache ich bei weiten Röcken eigentlich standardmäßig, damit die Taillie schön dort bleibt, wo sie sitzen soll und nicht ausleiert oder absackt. Über (oder besser unter) dem Reißverschluss schließt das Tailienband später mit einem kleinen Häkchen. So ein Tailienband kann man aus so ziemlich jedem nicht elastischen Webband zaubern und im zweifelsfal auch aus breiterem Gummiband. letzteres dürft ihr beim Annähen allerdings nicht spannen, um den Rockteil nicht versehentlich anzukräuseln.

Durch den kuscheligen Karoflanell ist das Kleid so bequem wie ein Schlafanzug. Für einen gemütlichen Heiligabend mit Keksen und leckerem Essen ist das ja nicht das schlechteste. 🙂

Ich freue mich schon aufs Finale am Donnerstag und das Defile der anderen Weihnachtskleid-Näherinnen. Bis dahin seid recht fleißig! Eure Zuzsa

MeMadeMittwoch im rostroten Kleid

Diese Woche zeige ich euch ein ganz einfaches, rostrotes Herbst-Alltagskleid, dass ich mir vor einigen Wochen nach Simplicity 7434 genäht habe, dem Schnitt nach dem ich im wesentlichen auch mein Weihnachtskleid nähen werde.

Es ist aus einem rostroten Gabardine, der schön schwer fällt und einen minimalen Glanz hat. Eigentlich also ein super Kleiderstoff … wenn da nicht die Sache mit den Belegen gewesen wäre: die ließen sich nämlich beim besten Willen nicht unischtbar anhexen. Jeder noch so vorsichtige Stich zeichnete sich später ab. Und Absteppen ging auch nicht, ohne dass dann der Auschnitt müde nach vorn klappte, obwohl er im unabgesteppten Zustand eigentlich perfekt lag. Dabei hatte ich den Beleg schon extra aus einem dünneren Baumwollstoff zugeschnitten, um ihm die Schwere zu nehmen. Es war ein bisschen wie verhext! Vielleicht weiß ja jemand von euch Rat, was ich anders machen könnte? Ich würde Ähnliches beim nächsten Mal gerne vermeiden.

Der Schnitt ist, wie schon gesagt, der schlichte Simplicity 7434, den ich als Rock schon mehrfach vernäht habe und diesmal als Premiere zum ersten Mal auch (bzw. nur) als Oberteil. Gewählt habe ich diesmal die Variante mit kleinen Flügelärmelchen, da ich gerne einen Cardigan über dem Kleid tragen wollte. Längere Ärmel schienen mir für den Herbst einfach noch zu warm.

Der Mantel, den ich im Bild trage, ist auch memade. Ich habe ihn euch hier schon mal gezeigt und ein bisschen mehr dazu erzählt. Mantelfutter und Kleidfarbe beißen sich ein bisschen, da müsst ihr jetzt durch! Ebenso selbstgemacht ist das rote Merino Tuch, dass ich im Bild trage. Das einzige Strickstück, dass ich jemals auf meiner Knittax Strickmaschine fertig gestrickt habe. Strickmaschinenstricken ist nicht so ganz mein Ding, habe ich festgestellt.

Geplant war das Kleid eigentlich für die letztmonatliche Ausgabe der 12 letters of handmade fashion (R wie Rostrot und so ….) für die ich dann aber mit dem Fotografieren doch ein bisschen zu spät dran war. Zum Glück gibt es ja noch den wunderbaren MeMadeMittwoch, um euch dass Kleid vorzustellen.

Wir sehen uns dort! eure Zuzsa

 

Weihnachtskleid Sew Along … die Stoffwahl

And the winner is …

Das Karokleid! Ich kann der Versuchung des wunderbar weihnachtlichen Stoffes einfach nicht wiederstehen und werde mir das Karokleid nach Simplicity 7434 nähen. Mit langen Ärmeln und abnehmbarer Schleife als Gürtel … ganz wie in meinem Inspirationsbild.

 

Den schmalen Rock des Schnittes werde ich durch einen Tellerrock ersetzen. Alles in allem eine zeitlich machbare Aufgabe nach einem wohl bekannten Schnitt. Da meine Erfolgsquote bei Weihnachtskleidern bisher nicht so hoch war, ist mir das Kriterium der Machbarkeit dann doch sehr wichtig. 

Wenn dann noch Zeit ist, werde ich mir das Hemdblusenkleid aus einem hier schon lange gehüteten Wollstoff mit Trachtenmotiv vornehmen.  Der Stoff ist vom Maybachufer und ich konnte an den lustig springenden Hirschen einfach nicht vorbeigehen.  😊 Hier ist mir allerdings wichtig, den Stoff durch den Schnitt ein wenig zu brechen, sodass das Ergebnis am Ende nicht zu dirndelig wird. Ob das Kleid dann wirklich noch vor Weihnachten fertig wird, werden wir sehen, wenn nicht ergibt es bestimmt auch ein schönes Winterkleid im allgemeinen.

Ich bin sehr gespannt, welche Wahl die anderen Ladys beim MMM – Weihnachtskleid Sew Along getroffen haben …

Ich näh dann mal! Eure Zuzsa

Wintermantel Sew Along – Finale!

Heute ist das Finale des diesjährigen Wintermantel Sew Alongs und ich habe mit meinem Cape eine perfekte Punktlandung hingelegt … gestern den letzten Saum gestichelt, heute noch fotografiert und verbloggt. Hui! Das war wirklich knapp! Daumen hoch für alle Ladys, die sich der Aufgabe gestellt haben!

Mein Cape wurde bei den Fotoaufnahmen heute am richtig frühen Morgen bei traumhaft schönen Extremtemperaturen getestet, zumindest für Berliner Verhältnisse. Das Cape hält minus 9 Grad locker aus, meine nicht behandschuhten Hände, die die Kamera bedienen mussten leider nicht, weshalb ich dann auch ganz schnell für weitere Aufnahmen nach innen geflüchtet bin. Damit, dass Cape wirklich wintertauglich wird, müssen dringend noch ein Paar selbstgestrickte elbogenlange Handschuhe oder Stulpen den Weg in in meine Garderobe finden.

Beim Fotografieren ist mir außerdem aufgefallen, dass mir mein Cape ohne Gürtel jetzt doch viel besser gefällt als mit, obwohl der Gürtel ja das eigentliche Highlight bei meinem Capewunsch gewesen ist!?!

Ich habe, nachdem ich mich die letzten Tage nocheinmal ganz intensiv mit Capes und ihrer Konstruktion auseinandergesetzt habe, ein kleines bisschen den von mir gewählten Schnitt für diesen „Mißerfolg“ in Verdacht. Ich glaube, ein Capeschnitt mit Teilungsnähten ist für meine Gürtelidee die bessere Ausgangsbasis als das von mir gewählte Fairy Tale Cape pattern von thisblogisnotforyo, dass auf einem halbkreisförmigen Capeteil basiert und sehr viel Weite mit sich bringt, die in der Taillie gerafft werden muss.

In meinem Kopf rattert deshalb schon die Verbesserungsmaschinerie für Versuch Nummer 2, über den ich hier garantiert berichten werde. So ist dieses erste Cape eher ein Prototyp und Ausdruck einer wachsenden Faszination für dieses irgendwie immer etwas märchenhaft wirkende Kleidungsstück. Es ist ein Kleidungsstück, dass nach Inszenierung ruft und das ist etwas, was mich widerrum sehr fasziniert.

Noch ein Wort zur Kapuze: die Kapuzenform finde ich leider ganz furchtbar und bereue sehr mich für den Originalschnitt entschieden zu haben. Ich weiß nicht, ob es an meiner Stoffwahl liegt, aber sie springt bei meinem Cape leider seeeehr weit und etwas unförmig auf und liegt nicht immer wirklich schön im Rücken oder über dem Kopf (wie im letzten Bild). Sehr schade!

Trotz aller Meckerei bin ich froh das Cape genäht zu haben und gehe aus dem Sew Along mit der Erkenntnis hervor, dass an einem schönen und gut sitzenden Cape mehr dran ist, als ein halbrundes Stück Stoff! Mit besten Grüßen geht es deshalb jetzt rüber zum MeMadeMittwoch Blog zu Karin und Nina und den anderen bezaubernden Damen in ihren selbstgenähten Mänteln.

Bis gleich, eure Zuzsa