Weihnachtskleid Sew Along 2018

Eigentlich stehen derzeit ganz viele Röcke und Blusen und mindestens ein Mantel für meine Basisgarderobe auf meinem Nähplan, aber das diesjährige Weihnachtskleid dazwischen zu schieben, ist irgendwie Ehrensache!

Vereinfacht wird die ganze Sache dadurch, dass ich letztens den perfekten Samtstoff für diesen Anlass gekauft habe und nun eigentlich „nur noch“ ein schönes Schnittmuster suche.

Der Samtstoff ist ein ganz schwer mit dem Fotoapparat einzufangendes Moosgrün und ein bisschen Kopfzerbrechen machen mir die vertikalen Streifen. Ein Tellerrock, meine absolute Lieblingsrockvariante, fällt damit aus. 😉 Erschwert wird die Sache dadurch, dass ich eine recht konkrete Vorlage im Kopf habe, nämlich dieses Kleid von diesem Pin …


Ein Traum in Samt, oder? Insofern ist mein Thema heute weniger „Ich habe soviele Ideen“ als „Wie setze ich meine Idee am besten um????“

Die Essenz des Kleides sind die weiten Kimono-Ärmel und ein relativ schmaler Rock (zumindest für meine Verhältnisse 😉 ). Das durchwühlen diverser mir verfügbarer Schnittmusterquellen ergab folgende Kandidaten …

Eigentlich würde sich eine Anna von by hand london mit V-Auschnitt nicht schlecht machen. Die Rockpanele sind hinreichend schmal, sodass die Streifen des Stoffes ihnen nicht zu sehr ins Gehege kommen sollten, gleiches gilt für die Abnäher, die aus der Taillie nach oben verlaufen. Außerdem habe ich Anna schon mehrfach genäht und so sollte das Schnittmuster keine bösen Überraschungen für mich bereithalten.  

Schön finde ich auch Vogue 9253. Allerdings ist der Stoffverbrauch für den Rock unendlich und wohl eher nicht für meinen dicken Samt geeignet.  

Dann dachte ich mir, dass diese Art Schnitt eigentlich ein heißer Kandidat für Burda sein müsste und bin auch tatsächlich in der Ausgabe 3/2013 fündig geworden.

Von dem Modell gibt es zwei Bilder. Die kürzere Version ist in eher unaussagekräftiger Lümmelpose fotografiert, die längere als Brautkleid. Die Ärmel sind mehr Schmetterling als Kimono gefallen mir sonst aber ausgesprochen gut. Den Ausschnitt kan man nach Bedarf sicher etwas winterfreundlicher gestalten. 😉 Da mein Samt sehr fließend fällt, wäre dieses eigentlich für Chiffon und Viskose optimierte Kleid vielleicht eine echte Alternative? Die Frage bleibt nur, ob die Streifen des Stoffes und die Schmetterlingsärmel sich vertragen?

Der Rockteil wiederum ist Anna sehr ähnlich.

Fällt euch vielleicht noch ein ganz anderer Schnitt ein? Für Ideen wäre ich sehr dankbar … ansonsten schaue ich jetzt rüber zum MeMadeMittwochBlog und euch beim Ideenfinden über die Schulter. Erfahrungsgemäß gibt es dort jede Menge Futter für meine Nähmerkliste 🙂

Liebste Grüße, Zuzsa 

 

 

 

MeMadeMittwoch im Jeanskleid mit Punkten

Heute bin ich Gastbloggerin und Vortänzerin beim MeMadeMittwoch wo dieser Post zuerst veröffentlicht wurde …. Yeah! 🙂 Das schöne Kleid soll aber trotzdem noch in meinen Blog, deshalb lest ihr hier heute doppelt …

Hallo ihr Lieben, herzlich willkommen beim heutigen MeMadeMittwoch!

Ich bin Zuzsa vom Blog zuzsastyle [http://www.zuzsastyle.com] und habe die Ehre, euch heute mitten im Novembergrau als Gastbloggerin vorzutanzen. Diese ehrenvolle Aufgabe wollte ich natürlich nicht in einem x-beliebigen Kleidungsstück antreten, schließlich liebe ich den MeMadeMittwoch seit Jahren als Inspirationsquelle  für tolle Kleider! Grund genug, mir für euch ein niegelnagelneues zu nähen …

Den Jeanstoff mit den Minipünktchen, den ich mir dafür ausgesucht habe, habe ich allerdings schon eine halbe Ewigkeit zu liegen. Woher er stammt, ist in Vergessenheit geraten. Allerdings weiß ich noch, dass er einer der ersten Stoffkäufe war, die ich überhaupt jemals getätigt habe … damals noch in der Hoffnung mir hübsche Marlenejeans zu nähen. Das Nähschicksal entschied dann anders! Seit Jahren habe ich keine einzige Hose genäht und der Stoff schlief einen langen Dornröschenschlaf in meinem Stofflager. Zum Glück habe ich dieses Jahr meine Liebe für unverwüstliche Jeansstoffe wieder entdeckt!

Und wer hätte gedacht, dass der ziemlich feste Jeans sich so wunderbar für meinen Lieblingskleiderschnitt eignet?  Der, ist widerrum ein Konglomerat, in dem sich das Oberteil von Simplicity 7343, ein Ärmel unbekannter Herkunft und ein Tellerrock frankensteinisch vereinen. Ich bekenne mich bei Schnitten ganz klar zum Experiment und wenn es glückt, nähe ich es in hundertfacher Ausführung 🙂 … Jeanstoff und Tellerröcke sind auf jeden Fall eine überraschend glückliche Kombination, die ich euch zur Nachahmung nur empfehlen kann.

Alles in allem kommt das Kleid abgesehen von den Pünktchen ganz puristisch daher und hat außer einem Reißverschluss in der Seitennaht, zum bequemen Rein- und Rausschlüpfen und einem komplett mit einem Rest himmelblauen Partysatin gefütterten Oberteil – das mache ich gerne, um mich nicht mit Belegen herumärgern zu müssen – keine Details und Extras. Bietet dafür aber ganz viel Raum zum Umstylen mit Accessoires. Meine Lieblingskombination ist derzeit die secondhand gekaufte Lederjacke und rote Westernstiefel.

Jetzt bin ich aber super gespannt, was IHR heute so gezaubert habt …. mit herzlichem Dank an die Ladys vom MeMadeMittwoch-Team, die die zauberhafte Parade der Nähnerds jeden Mittwoch am Laufen halten, und schaue schnell rüber zum MeMadeMittwoch ….

Liebe Grüße, eure Zuzsa

 

 

 

MeMadeMittwoch in Vogue mit Hindernissen

Spätsommertage sind meine absoluten Lieblingstage. Alles blüht und summt und freut sich des Lebens. Deshalb hat mich diesen Sonntag auch nichts in der Wohnung gehalten und wir sind bei perfektem Wetter durch die Wiesen gestreift. 

Das man sich mittlerweile auch schon wieder in Wollpullover kuscheln kann, stört mich  da wenig. Und so gibt es auch diesen Mittwoch Gestricktes zu sehen. Dieses Mal ein etwas älteres Exemplar aus Malabrigo Rios in Coco, für das es leider keine Strickanleitung gibt, weil ich nach Nase gestrickt habe.

Für den Rock habe ich dagegen einen sehr hübschen älteren Vogue Schnitt ausgegraben. Vogue 8577 fristet schon ziemlich lange ein Schattendasein in meinem Schnittmusterschränkchen und wären nicht Anfang des Jahres ein paar sehr schöne Versionen im Netz aufgetaucht, hätte ich den Schnitt wahrscheinlich auch bald wegen des etwas biederen Covers aussortiert … und damit einen sehr schönen Rockschnitt verpasst!

Der Rock ist mega fluffig und verbraucht noch mehr Stoff als ein Tellerrock, dafür fällt er dann aber auch unnachahmlich und erinnert sehr an Rockschnitte aus den 50er Jahren. Um diesen Anklang noch einmal zu unterstreichen, habe ich ihn in Originallänge gelassen. Absolut verliebt bin ich in die riesigen Taschen, in denen ich nicht nur ein sondern mindestens drei kleine Kängeruhs verstauen könnte …

Genäht, ist das ganze auch ziemlich fix. Hinderlich war nur, dass ich eigentlich ein Kleid aus dem leichten Chambray von Stoff&Stil machen wollte, aber gnadenlos am Oberteil des Vogue Schnittes gescheitert bin. Vielleicht lag es am Stoff, vielleicht an meinen Nähkünsten, aber was ich da fabrizierte, sah nicht im entferntesten nach einem gut sitzenden Oberteil aus und wanderte nach kurzem Rettungsversuch in die Tonne. Das hat mich zumindest erstmal entsprechend misstrauisch gegenüber dem Schnitt gemacht und so werde ich ihn als Rock ganz sicher, als Kleid wohl nie wieder nähen wollen.

Die dekorative Binde ums Handgelenk ist übrigens kein Modeassessiore, sondern Ergebnis eines kleinen Arbeitsunfalls. Glücklicherweise habe ich mir außer einer Schnittverletzung, die genäht werden musste, nichts wesentliches getan, sodass ich sie bald wieder los bin und dann auch bald wieder Stricken darf. Neben allem möglichen, was man sonst so mit der rechen Hand macht, vermisse ich das Stricken ja echt am meisten ;).

Was sonst noch so los ist beim MemadeMittwoch seht ihr im MeMadeMittwochBlog.

Bis bald, eure Zuzsa

MeMadeMittwoch im Wollpullover

Lang war der Sommer und genauso lang meine Blogpause, obwohl ich ganz viel genäht habe, habe ich ganz wenig gezeigt und deshalb auch jede Menge aufzuholen beim MeMadeMittwoch 🙂 …

Passend zum Herbstwetter zeige ich euch heute meine neueste Woll-Liebe aus Qince&Co Chicadee (pomegranate). Ein Garn in das ich mich sofort verliebt habe und dessen Farbe und Struktur ich ziemlich perfekt finde.

Den Pullover mit durchgehendem Horse-Shoe-Muster und runder Passe habe ich nach Nase gestrickt, Pate stand eine Vintage Anleitung aus der Pramo, die ich hier auf Instagram schon mal gezeigt habe. Auf das schicke Mützchen habe ich allerdings verzichtet 😉 …

Ich liebe den Pullover und würde ihn glatt noch einmal stricken, wenn ich nicht gerade tausend Ideen für richtig dicke Winterjacken und Pullover hätte. Irgendwie bin ich dem Wahn verfallen, dass dieser Winter so richtig kalt wird und klappere daher fleißig mit den Stricknadeln.

Kombiniert habe ich den Pullover mit einem Tellerrock aus Cupro. Ein in der Herstellung nicht besonders umweltfreundliches Stück Stöffchen, sodass ich beim Kauf doch sehr gezögert habe. Letztlich hatte mich der herrliche 80er Jahre Wildseidenglanz aber doch zu sehr in seinen Bann geschlagen und das Projekt ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Kennt ihr das, das ihr euch trotz besserem Wissens für ein Material entscheidet?

Der Rock hat Taschen bekommen, was derzeit meine liebste Neuerung in Sachen Tellerröcken ist. Dazu habe ich bei einem normalen Tellerrcokschnitt einfach diagonal die Ecken abgeschnitten und Taschenbeutel dazukonstruiert. Wenn es euch interessiert, zeige ich hier gern demnächst mal wie es geht.

Mehr Selbstgenähtes gibt es beim MeMadeMittwoch. Ich freu mich sehr mal wieder dabei zu sein! 🙂

Liebe Grüße, eure Zuzsa

Zuzsa strickt ein Tuch …

Dieses Jahr dachte ich mir – schlaues Eichhörnchen, das ich bin – widme ich meinen Sommerurlaub schon den Herbststrickprojekten. Normalerweise läuft es reflexartig ja eher so: es ist kalt, ich fange an dicke Sachen zu stricken, es ist warm, wenn ich fertig bin … nunja, geht euch wahrscheinlich ähnlich!? 😉

Auf meiner Strickliste stehen dieses Jahr …

Eine kurze, dicke Jacke aus den Modischen Maschen 2/1968 für die ich Drops Alaska aus meinem Vorrat hervorgekramt habe und für die ich mich ins Patentstricken stürze. Auf den ersten Blick liest sich das erstmal etwas verwirrend, aber ich werde mich da schon einfuchsen. Ich plane die Jacke als Übergangsjacke für kältere, aber trockene Herbstage. Das Original ist übrigens in Lila gestrickt, da liege ich mit Bordeauxrot nicht ganz so weit weg, obwohl ich die Jacke vor meinem inneren Auge immer in curry sehe!?!

Das zweite größere Projekt ist ein Tuch. Bisher habe ich alle Tücher (bis auf eines), die ich angefangen habe, wieder aufgeräufelt. Ich bin irgendwie kein Tuchstricker. Frau Nahtzugabe, die selber immer viele tolle Tücher strickt, stellte aber letztens fest, dass ich eigentlich den perfekten Tuch-Kleidungs-Stil habe. Womit sie nicht ganz unrecht hat, denn meine gekauften Tücher trage ich unglaublich gerne. Ich beuge mich also gerne ihrem Rat und nehme mir fest vor ein Tuch (zu Ende) zu stricken. Groß soll es sein, alles andere ist noch ziemlich offen. Kandidaten gibt es genug …

Ich schwanke zwischen Lochmuster (in uni) und Farbstreifen um meine Motivation bei Laune zu halten. Drachenfels ist ja irgendwie ein Klassiker …

 

Oder sollte ich es doch mal mit einem Stephen
West versuchen? Rehgeschwister hatte so eine wundervolle Version von clockwork und auch daybreak gefällt mir ja sehr …

Oder einer Kombination aus Lace und Farbe?

Was meint ihr? Habt ihr Favoriten oder schon mal eins dieser Tücher gestrickt? Ich kann mich einfach nicht entscheiden … Liebe Grüße, Zuzsa